Die Stockrose, auch als Malve bekannt, gehört zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae) und trägt den botanischen Namen Alcea rosea. Sie ist eine stattliche, zwei- bis mehrjährige Pflanze, die häufig in Bauerngärten und als Zierpflanze verwendet wird. Mit ihren hohen Blütenständen, die von Sommer bis Herbst blühen, setzt die Stockrose attraktive Akzente in jedem Garten. Die Pflanze kann eine Höhe von bis zu 2 Metern erreichen und ist für ihre großen, trichterförmigen Blüten bekannt, die in einer Vielzahl von Farben von Weiß über Rosa, Rot bis hin zu fast Schwarz vorkommen können.

Wuchs

Die Stockrose zeichnet sich durch ihren aufrechten, mehrjährigen Wuchs aus. Oft wird sie als zweijährige Pflanze kultiviert, da sie erst im zweiten Jahr blüht und nach der Samenbildung meist abstirbt. Sie kann eine Höhe von bis zu 250 cm erreichen, wobei die unteren Blätter groß, gelappt und leicht behaart sind, während die oberen Blätter kleinere, einfache Formen annehmen.

Aussäen und Einpflanzen

Aussaat erfolgt direkt ins Freiland oder in Aussaatschalen ab April bis Juni. Die Samen benötigen Licht zum Keimen und sollten daher nur leicht mit Erde bedeckt oder angedrückt werden. Jungpflanzen sollten genügend Abstand zueinander haben – etwa 40 bis 60 cm – um genug Raum für die Entwicklung zu gewährleisten. Die Pflanzen sollten nach dem letzten Frost ausgepflanzt oder umgepflanzt werden, damit sie sicher im Boden etablieren können.

Vermehrungsmöglichkeiten

Die Vermehrung von Alcea rosea, welche auch unter dem Namen Stockmalven bekannt sind, kann auf drei verschiedene Arten erfolgen: durch Samen, durch Wurzelteilung oder durch Stecklinge. Hier ist eine Beschreibung aller drei Methoden:

  1. Vermehrung durch Samen:
  • Sammeln: Warten Sie, bis die Samenschoten an der Pflanze trocken und braun geworden sind. Sammeln Sie diese ein und lagern Sie die Samen an einem kühlen und trockenen Ort bis zur Aussaat.
  • Aussaat: Sie können die Samen direkt im Frühjahr ins Beet säen oder zuerst in Saatschalen vorziehen. Es dauert in der Regel zwei bis drei Wochen, bis die Samen keimen.
  • Pflanzen: Sobald die jungen Pflänzchen kräftig genug sind und kein Frost mehr droht, können sie an ihren endgültigen Platz ins Freie gesetzt werden. Beachten Sie einen ausreichenden Pflanzenabstand.
  1. Vermehrung durch Wurzelteilung:
  • Zeitpunkt: Im Frühjahr oder Herbst, wenn die Pflanze nicht in ihrer Hauptwachstums- oder Blütezeit ist, können Sie die Mutterpflanze ausgraben.
  • Teilung: Trennen Sie vorsichtig Teilabschnitte der Wurzel mit einigen Trieben ab. Jeder Abschnitt sollte ausreichend Wurzelsystem für eine erfolgreiche Wiedereinpflanzung besitzen.
  • Pflanzen: Setzen Sie die Wurzelabschnitte an ihren neuen Standort und achten Sie darauf, dass sie gut mit Erde bedeckt sind.
  1. Vermehrung durch Stecklinge:
  • Schneiden: Schneiden Sie junge Triebe im Frühjahr oder Sommer.
  • Wurzeln: Setzen Sie die Stecklinge in kleine Töpfe mit Anzuchterde und halten Sie diese feucht, bis sich Wurzeln gebildet haben.
  • Auspflanzen: Nachdem die Stecklinge gewurzelt haben und neue Blätter zeigen, können sie an ihren endgültigen Standort umgepflanzt werden.

Einige generelle Tipps für die Vermehrung:

  • Wählen Sie einen sonnigen Standort und einen gut durchlässigen Boden.
  • Halten Sie junge Pflanzen gut bewässert, bis sie etabliert sind.
  • Vermeiden Sie nasse Standorte, da zu viel Feuchtigkeit zu Wurzelfäule führen kann.
  • Beschneiden Sie vertrocknete Stängel, um die Pflanze gesund zu halten und die Blüte zu fördern.
  • Verwenden Sie bei Bedarf Pflanzstäbe, um die hohen Stängel der Stockrosen zu stützen.

Blätter

Die Blätter sind rundlich bis herzförmig, oft gelappt oder gekerbt. Sie können behaart sein und eine grüne bis dunkelgrüne Farbe aufweisen.

Blütezeit

Die Hauptblütezeit erstreckt sich von Juni bis September, wobei sich die einzelnen Blüten nacheinander an den langen Blütenständen öffnen und somit die Blütezeit verlängern.

Standort

Für die Pflanze ist ein sonniger bis halbschattiger Platz ideal. Sie bevorzugt eine geschützte Lage, beispielsweise entlang von Mauern oder Zäunen, wo sie vor starkem Wind geschützt ist, da ihre hohen Stängel windanfällig sein können.

Bodendecker

Obwohl Stockrosen selbst keine Bodendecker sind, können sie in Kombination mit niedrig wachsenden Bodendeckern gepflanzt werden, die den Boden um ihre Basis bedecken.

Wurzelsystem

Die Stockrose hat eine tiefe Pfahlwurzel, die ihr hilft, Wasser aus tieferen Bodenschichten zu beziehen und somit Trockenphasen besser zu überstehen.

Boden & PH-Wert

Die Pflanze bevorzugt einen durchlässigen, nährstoffreichen und gerne auch leicht kalkhaltigen Boden. Der pH-Wert sollte im leicht alkalischen Bereich liegen.

Wasserbedarf

Die Stockrose benötigt regelmäßiges Gießen, besonders in Trockenperioden und während der Wachstums- und Blütezeit. Staunässe sollte allerdings vermieden werden, da dies zu Wurzelfäule führen kann.

Beschneiden

Ein Rückschnitt ist bei der Stockrose in der Regel nicht notwendig. Verblühte Blütenstände können entfernt werden, um einem Selbstaussamen vorzubeugen und das ästhetische Erscheinungsbild zu bewahren.

Umtopfen

Wenn Stockrosen im Topf kultiviert werden, sollten sie regelmäßig, etwa alle zwei bis drei Jahre, umgetopft werden, um den Nährstoffgehalt im Boden sicherzustellen und um das Wurzelwachstum zu fördern.

Frosthärte

Die Stockrose ist relativ frosthart, aber junge Pflanzen sollten im ersten Winter mit Reisig oder einer anderen Abdeckung vor starkem Frost geschützt werden.

Krankheiten & Schädlinge

Rost

Beschreibung

Die Rostkrankheit ist eine der häufigsten und typischste Pilzerkrankungen bei Stockrosen. Sie ist erkennbar an orangefarbenen bis rostroten Pusteln auf der Blattunterseite und eventuell gelben Flecken auf der Blattoberseite.

Vorbeugung

  • Pflanzen in genügend Abstand setzen, um gute Luftzirkulation zu gewährleisten.
  • Vermeidung von nassen Blättern durch gezielte Bodenbewässerung.
  • Gesundes, widerstandsfähiges Saatgut verwenden.
  • Infizierte Blätter frühzeitig entfernen und entsorgen (nicht kompostieren).

Mehltau

Beschreibung

Mehltau präsentiert sich als weißlicher, mehliger Belag auf Blättern und Stielen. Es gibt zwei Arten: Echter Mehltau, der oberseitig auftritt, und falscher Mehltau, der auf der Blattunterseite zu finden ist.

Vorbeugung

  • Für sonnige und luftige Standorte sorgen.
  • Überdüngung vermeiden, besonders bei Stickstoff.
  • Befallene Pflanzenteile entfernen und entsorgen.

Blattläuse

Beschreibung

Blattläuse sind kleine, oft grüne Insekten, die sich von Pflanzensäften ernähren und meistens an jungen Trieben, Knospen oder der Unterseite der Blätter sitzen.

Vorbeugung

  • Nützlinge wie Marienkäfer oder Schwebfliegen fördern.
  • Insektennetze oder -fallen können helfen, den Befall zu mindern.
  • Starker Wasserstrahl kann Blattläuse von den Pflanzen spülen.

Thripse

Beschreibung

Thripse sind kleine Insekten, die sich ebenfalls von Pflanzensäften ernähren, was zu verkrüppelten Blüten und gefleckten Blättern führen kann.

Vorbeugung

  • Regelmäßige Kontrolle der Pflanzen, um frühzeitig einzugreifen.
  • Nützlinge wie Raubmilben oder Florfliegen unterstützen.

Weiße Fliege

Beschreibung

Die Weiße Fliege ist ein kleines, weißes Insekt, das Unterseiten der Blätter besiedelt und sich von Pflanzensäften ernährt. Ein Befall ist oft an einer klebrigen Substanz (Honigtau) erkennbar.

Vorbeugung

  • Infizierte Pflanzenteile entfernen.
  • Gelbtafeln aufhängen, um erwachsene Fliegen zu fangen.

Schnecken

Beschreibung

Schnecken, besonders die Nacktschnecken, können junge Stockrosenpflanzen und Triebe fressen.

Vorbeugung

  • Schneckenzäune oder Barrieren aus scharfkantigem Material können Schnecken abhalten.
  • Aussaat von schneckenresistenten Pflanzen im Umkreis.
  • Abends Schnecken absammeln.

Allgemeine Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung

  • Eine regelmäßige Überwachung der Pflanzen ist entscheidend für die Früherkennung von Problemen.
  • Eine gute Kulturführung, zu der ausreichender Pflanzenabstand für Luftzirkulation, die Vermeidung von Staunässe und der richtige Standort gehören, kann vielen Krankheiten und Schädlingsbefall vorbeugen.
  • Bei schweren Krankheitsbefällen können fungizidhaltige Spritzmittel eingesetzt werden, jedoch sollte dies sparsam und unter Berücksichtigung der Umwelt geschehen.
  • Biologische Schädlingsbekämpfungsmethoden und der Einsatz von Nützlingen sollten bevorzugt werden.
  • Hygienemaßnahmen wie das Entfernen von krankem Material aus dem Garten und die Vermeidung von Pflanzenresten, die als Überwinterungsquartier für Schädlinge dienen könnten, sind wichtig.

Verwendung

Stockrosen sind beliebte Zierpflanzen für Bauerngärten, Staudenbeete, als Sichtschutz oder neben Zäunen und Mauern. Ihre prächtigen Blüten werden oft in Bauerngärten oder in ländlichen Gestaltungen verwendet.

Synonyme

Ein häufig verwendetes Synonym für die Stockrose ist Althea rosea.

Giftig

Stockrosen sind nicht giftig und werden sogar als essbare Blüten in der Küche verwendet.

Pflege & Düngung

Die Pflege umfasst regelmäßiges Gießen, Vermeidung von Staunässe, Schutz vor Krankheiten und Schädlingen sowie die Entfernung von verblühten Blumenständen.

Düngung

Eine angemessene Düngung ist entscheidend, um die reichhaltige Blütenpracht und das gesunde Wachstum Ihrer Stockrosen zu unterstützen.

Düngungsanleitung

  1. Organische Düngung:
  • Zu Beginn des Frühjahrs und dann nochmals gegen Ende des Sommers gut verrotteten Kompost oder reifen Mist leicht um den Wurzelbereich einarbeiten.
  • Mulchen ist ebenfalls empfehlenswert, da es die Feuchtigkeit im Boden hält und gleichzeitig Nährstoffe liefert.
  1. Kommerzieller Dünger:
  • Verwenden Sie einen ausgewogenen, granulierten Dünger (z.B. NPK 10-10-10), der im Frühjahr ausgebracht wird.
  • Nach den Anweisungen auf der Verpackung dosieren und gründlich wässern, um den Dünger in den Boden zu spülen.
  1. Langzeitdünger:
  • Dieser kann bei der Pflanzung oder zu Beginn des Wachstums verwendet werden und stellt eine konstante Versorgung über die Saison sicher.
  • Baumspitzenkuchen und Hornmehl sind organische Langzeitdünger, die einmal im Jahr angewendet werden können.
  1. Spezialdünger für Blühpflanzen:
  • Ein phosphorreicher Dünger kann die Blütenbildung unterstützen. Dieser sollte während der Blütezeit eingesetzt werden.
  1. Kalkhaltiger Boden:
  • Da Stockrosen leicht alkalische Böden bevorzugen, kann gelegentliches Kalken, vor allem bei sauren Bodenverhältnissen, sinnvoll sein.

Weitere Pflegemaßnahmen

  • Entfernen Sie verblühte Blumen, um die Pflanze zur Weiterblüte anzuregen und Selbstaussaat zu vermeiden.
  • Bei hohen Sorten kann eine Stütze hilfreich sein, um die Stängel vor starkem Wind zu schützen.
  • Achten Sie auf Anzeichen von Schädlingen oder Krankheiten und behandeln Sie diese frühzeitig.

Hygiene und Winterschutz

  • Entfernen Sie am Ende der Saison abgestorbenes Pflanzenmaterial, um Krankheiten und Schädlingen keinen Unterschlupf zu bieten.
  • Junge und frisch gepflanzte Stockrosen sollten vor dem ersten Winter mit Laub, Reisig oder einem Vlies abgedeckt werden, um sie vor starkem Frost zu schützen.

Allgemeiner Hinweis

  • Dünger sollten Sie stets nach Herstellerangaben ausbringen und vermeiden Sie eine Überdüngung, die zu einem schnellen, weichen Wachstum führen kann, das anfälliger für Krankheiten ist.

Durch die Befolgung dieser Anleitung stellen Sie sicher, dass Ihre Stockrosen optimal versorgt sind und Sie sich über ihre beeindruckenden Blütenstände erfreuen können.

Liste Begleitpflanzen

1. Lavendel (Lavandula): Hilft bei der Abwehr von Schädlingen und bringt Duft sowie Farbe in den Garten.

2. Katzenminze (Nepeta): Lockt Nützlinge an und kann helfen, Schädlingen wie Blattläusen vorzubeugen.

3. Ringelblumen (Calendula officinalis): Bekannt für ihre insektenabwehrenden Eigenschaften und bieten einen schönen Farbkontrast.

4. Sonnenhut (Echinacea spp.): Stärkt durch seine Anziehungskraft auf Bienen und Schmetterlinge die Bestäuberpopulation im Garten.

5. Schafgarbe (Achillea millefolium): Lockt mit ihren flachen Blütenkopfstrukturen eine Vielzahl von Insekten an und dient als schöner Füllstoff im Beet.

6. Zinnien (Zinnia elegans): Ihre vielfältigen und lebhaften Farben harmonieren gut mit Stockrosen und ziehen ebenfalls Bestäuber an.

7. Frauenmantel (Alchemilla mollis): Als Bodendecker hält er den Boden feucht und seine zarten Blüten komplementieren die großen Blüten der Stockrosen.

8. Bartnelken (Dianthus barbatus): Bieten mit ihren duftenden Blüten eine weitere attraktive Station für Bestäuber.

9. Spornblume (Centranthus ruber): Kann gut mit den hohen Stockrosen mithalten und Blütenfarben ergänzen sich gut.

10. Fenchel (Foeniculum vulgare): Zieht mit seinen gelben Schirmblüten Nützlinge an und sorgt für eine gute Struktur im Beet.

11. Margeriten (Leucanthemum): Ihre klassische Form und Farbe passen gut zu dem ländlichen Charme der Stockrosen.

12. Rittersporn (Delphinium): Benötigt ähnliche Wachstumsbedingungen wie Stockrosen und bietet eine beeindruckende Höhe für den hinteren Bereich eines Beets.

Diese Pflanzen ergänzen Stockrosen nicht nur optisch, sondern fördern auch ein gesundes Gartenökosystem, indem sie Nützlinge anziehen und Schädlinge abhalten können. Beim Pflanzen sollten die Wachstumsbedingungen und Blütezeiten der verschiedenen Begleiter berücksichtigt werden, um eine lange Blütezeit und harmonisches Zusammenwachsen zu gewährleisten.

Pflanzenfamilie

Die Stockrose gehört zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae), welche eine vielfältige Pflanzenfamilie mit rund 244 Gattungen und etwa 4225 bekannten Arten ist.

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