In einem gesunden Garten findet man eine Vielzahl nützlicher Organismen, die auf unterschiedliche Weisen zum Gleichgewicht und zur Prosperität dieses kleinen Ökosystems beitragen. Diese Organismen umfassen ein breites Spektrum von Mikroorganismen, Insekten, Vögeln bis hin zu größeren Tieren, und jede Gruppe spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit des Gartens.

Beginnen wir mit den Mikroorganismen – Pilze, Bakterien und Protozoen –, die im Boden leben. Sie sind unerlässlich für den Prozess der Zersetzung organischen Materials, indem sie abgestorbene Pflanzenreste und Tierkadaver abbauen. Diese Zersetzung setzt Nährstoffe frei, die sonst für Pflanzen unzugänglich wären. Die Mikroorganismen helfen auch dabei, die Bodenstruktur zu verbessern, was die Wasserspeicherung fördert und Erosion verhindert.

Ein weiteres wichtiges Element sind die Regenwürmer. Sie sind bekannt für ihre Rolle als Bodenverbesserer: Indem sie durch die Erde graben, lockern sie den Boden auf und lassen Sauerstoff bis zu den Wurzeln der Pflanzen vordringen. Ihre Ausscheidungen, der sogenannte Wurmhumus, sind sehr nährstoffreich und verbessern die Bodenfruchtbarkeit erheblich.

In jedem Garten sind auch Bestäuber von unschätzbarem Wert. Insekten wie Bienen, Schmetterlinge und einige Käferarten sowie Vögel und Fledermäuse tragen zur Bestäubung von Pflanzen bei, was für die Reproduktion der meisten Blütenpflanzen notwendig ist. Ohne diese Bestäuber könnten viele Pflanzen keine Früchte oder Samen produzieren, wodurch sich nicht nur die Pflanzenvielfalt verringern würde, sondern auch die Nahrungsgrundlagen vieler Tiere.

Nützlinge sind eine weitere Kategorie von Organismen im Garten. Dazu gehören beispielsweise Marienkäfer und Florfliegen, deren Larven Blattläuse verzehren, die ansonsten Pflanzen schwächen können. Spinnen, einige Wespen- und Ameisenarten sowie Vögel halten die Populationen von Schädlingen in Schach, indem sie diese fressen.

Symbiotische Beziehungen finden sich auch zwischen Pflanzen und bestimmten Pilzarten, den sogenannten Mykorrhiza-Pilzen. Diese Pilze umhüllen die Wurzeln und erweitern so das Aufnahmesystem der Pflanze für Wasser und Nährstoffe. Im Gegenzug versorgen die Pflanzen die Pilze mit Kohlenhydraten, die durch Fotosynthese erzeugt wurden.

Schließlich spielen auch größere Tiere wie Vögel und Igel eine Rolle im Garten, indem sie Schädlinge wie Schnecken und Insekten fressen und dadurch deren Populationen natürlich regulieren.

Dieses komplexe Netzwerk von Organismen stimuliert die Biodiversität und die Resilienz des Gartens. Ein gesunder Garten mit einer Vielfalt an nützlichen Organismen kann besser auf Stress wie Krankheitserreger oder Klimaschwankungen reagieren und stellt ein vitales Refugium für viele Arten dar. Gärtner können dieses natürliche Gleichgewicht fördern, indem sie den Einsatz von Chemikalien vermeiden, heimische Pflanzenarten bevorzugen und Strukturen wie Totholz- und Steinhaufen anlegen, die zusätzliche Lebensräume bieten.

Hier finden Sie eine Liste von Maßnahmen, wie Gärtner die Vielfalt nützlicher Organismen in ihren Gärten fördern können:

  1. Chemikalien vermeiden: Reduzieren oder eliminieren Sie den Gebrauch von synthetischen Düngemitteln, Herbiziden und Pestiziden; stattdessen biologische Schädlingsbekämpfung und organische Düngemittel nutzen.
  1. Kompostierung: Eigenen Kompost herstellen und als Dünger verwenden, um den Boden mit Nährstoffen anzureichern und die Mikroorganismen-Vielfalt zu verbessern.
  1. Strukturvielfalt: Verschiedene Pflanzenarten anbauen, um eine breite Palette an Lebensräumen und Nahrungsquellen für Insekten, Vögel und andere Tiere zu bieten.
  1. Nützlingsförderung: Gezieltes Ansiedeln von Nützlingen wie Marienkäfern, Laufkäfern und Florfliegen durch das Pflanzen spezifischer Blumen und Kräuter.
  1. Wildblumenwiesen: Anlegen einer Wildblumenwiese oder -ecke zur Unterstützung von Bestäubern und zur Anziehung von Insekten.
  1. Totholzecken und Steinhaufen: Errichten von Totholz- und Steinhaufen als Unterschlupf und Brutstätte für verschiedene Tierarten, wie Insekten, Amphibien und Reptilien.
  1. Wasserquellen: Bereitstellen von Wasserquellen wie Teichen, Vogeltränken oder kleinen Wasserspielen, die Tieren Trinkmöglichkeiten bieten und gleichzeitig Lebensraum für wassergebundene Organismen schaffen.
  1. Heimische Pflanzenarten: Pflanzen einheimischer Arten, die bereits an das lokale Ökosystem angepasst sind und die heimische Fauna fördern.
  1. Mulchen: Anwendung von Mulch zur Bewahrung der Bodenfeuchte, was helfen kann, ein gesundes Bodenmikrobenumfeld aufrechtzuerhalten.
  1. Natürliche Bodenbearbeitung: Vermeiden von übermäßigem Umgraben des Bodens, um die natürliche Struktur und die im Boden lebenden Organismen zu schützen.
  1. Nisthilfen und Insektenhotels: Aufstellen von Nistkästen für Vögel und Insektenhotels zur Unterstützung der Fortpflanzung und zum Schutz von Nutzinsekten.
  1. Aussaat von Gründüngung: Pflanzen von Gründüngung wie Klee oder Phacelia, die den Boden bereichern und gleichzeitig Nahrungsquellen für Bestäuber bieten.
  1. Ungestörte Bereiche: Zuweisen von ruhigen, ungestörten Gartenteilen, in denen Tiere nisten und sich zurückziehen können.
  1. Biodiversität fördern: Anstreben einer vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt, um ein stabiles und selbstregulierendes Ökosystem zu schaffen.
  1. Ökologisches Bewusstsein: Stetiges Lernen und Anwenden von nachhaltigen und ökologischen Praktiken im Gartenbau.

Diese Maßnahmen tragen dazu bei, ein gesundes Ökosystem im Garten zu schaffen und zu erhalten, womit nicht nur die Artenvielfalt geschützt, sondern auch das Wachstum und die Ernte verbessert werden können.

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