Der Wunderstrauch, auch als Croton oder Codiaeum variegatum bekannt, ist eine auffallende Zierpflanze, die durch ihre farbigen Laubblätter besticht. Die attraktive Pflanze ist in tropischen Klimazonen Zuhause und gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Mit ihrer beeindruckenden Palette an Blattfarben und -formen ist sie ein Highlight in jedem Garten oder Innenraum. Als pflegeintensive, aber lohnende Pflanze gilt sie für viele Pflanzenliebhaber als Schmuckstück ihrer Sammlung.

Sorten

Es gibt zahlreiche Sorten des Wunderstrauchs, die sich in Blattfarben, -formen und Pflanzengrößen unterscheiden. Bekannte Sorten sind beispielsweise ‚Petra‘, die breite, grüne Blätter mit gelben und roten Akzenten hat, und ‚Gold Star‘, die dünne, längliche Blätter mit golden-gelben Spritzern aufweist. Durch die Vielfalt der Sorten lässt sich für fast jede Gestaltungswunsch eine passende Variante finden.

Wuchs

In seinem natürlichen Habitat kann der Wunderstrauch eine Höhe von bis zu 3 Metern erreichen. In Innenräumen gehalten, bleibt er jedoch in der Regel kleiner und wird oft als kompakte Pflanze kultiviert, die eine Höhe von etwa 1 Meter nicht überschreitet. Je nach Sorte variiert auch die Wuchsform von strauchartig bis hin zu säulenförmig.

Pflanzung

Die Pflanzung eines Wunderstrauchs erfolgt idealerweise im Frühjahr. Dabei sollte ein heller Standort gewählt werden, ohne dass die Pflanze direkter Mittagssonne ausgesetzt wird. Beim Einpflanzen ist eine gute Drainage wichtig, um Staunässe zu vermeiden.

Vermehrungsmöglichkeiten

Die Vermehrung erfolgt häufig über Stecklinge, die im Frühjahr oder Sommer geschnitten werden. Diese werden in Anzuchterde gesteckt und sollten bei hoher Luftfeuchtigkeit und Wärme wachsen. Eine weitere Methode ist die Luftschichtung.

Blätter

Die Blätter sind sein größter Schmuck. Abhängig von der Sorte variieren sie in Formen und Farben – von grün, gelb, rot bis hin zu fast schwarzen Tönungen. Auch die Textur ist unterschiedlich: Einige Blätter sind glatt, andere lederartig oder gefaltet.

Blütezeit

Die Blüten des Wunderstrauchs stehen im Schatten der spektakulären Blätter und sind eher unscheinbar. In der Regel blüht sie unter Zimmerbedingungen selten, und wenn, dann meist in den Sommermonaten.

Standort

Der perfekte Standort für die Pflanze ist hell, ohne direkte Mittagssonne. Hohe Luftfeuchtigkeit wird bevorzugt, was sie für Badezimmer oder Küchen als idealen Standort auszeichnet. Zugluft und kalte Temperaturen sollten vermieden werden.

Bodendecker

Als Bodendecker ist der Wunderstrauch eher ungeeignet, da er aufrecht wächst und seine Schönheit in seinen Blättern und nicht in einer flächendeckenden Wuchsform liegt.

Wurzelsystem

Das Wurzelsystem ist relativ flach. Die Pflanze benötigt daher keine besonders tiefen Töpfe, sollte aber umgetopft werden, wenn sie anfängt, topfgebunden zu werden.

Boden & pH-Wert

Für ein gesundes Wachstum bevorzugt der Wunderstrauch einen gut durchlässigen und nährstoffreichen Boden. Der pH-Wert sollte leicht sauer bis neutral sein – idealerweise zwischen 6,0 und 6,5.

Wasserbedarf

Eine angemessene Bewässerung ist entscheidend für das Wohlbefinden von Kroton-Pflanzen, da sowohl zu viel als auch zu wenig Wasser Schäden anrichten können. Da diese Pflanzen ursprünglich aus tropischen Gebieten stammen, bevorzugen sie eine gleichbleibende Feuchtigkeit, ohne jedoch in Wasser getränkt zu sein.

Häufigkeit und Menge

Während der Wachstumsperiode im Frühjahr und Sommer sollte das Gewächs regelmäßig gegossen werden, wenn die oberste Bodenschicht – etwa 1 bis 2 cm Tiefe – angetrocknet ist. Die Pflanze verbraucht in dieser aktiven Phase mehr Wasser. Im Herbst und Winter, wenn das Pflanzenwachstum verlangsamt ist, sollte die Bewässerung reduziert werden.

Überprüfen Sie den Feuchtigkeitsgehalt des Bodens, bevor Sie erneut gießen. Eine gute Methode ist, den Finger in die Erde zu stecken oder einen Bodenfeuchtemesser zu verwenden, um die Notwendigkeit der Bewässerung zu beurteilen. Es ist besser, etwas weniger als zu viel zu gießen und sicherzugehen, dass der Topf gut drainiert ist, um Wassersammelstellen zu vermeiden.

Technik

Beim Gießen sollten Sie darauf achten, dass das Wasser gleichmäßig über die gesamte Erdoberfläche verteilt wird, so dass alle Wurzelbereiche Feuchtigkeit erhalten. Verwenden Sie lauwarmes Wasser und vermeiden Sie kaltes Wasser, da dies die Pflanze schockieren könnte. Lassen Sie das Wasser gut durch den Boden laufen, bis es aus den Abzugslöchern des Topfes austritt. Dies stellt sicher, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann und dass keine Staunässe entsteht.

Besonderheiten

Das Wasserbedürfnis kann je nach Umgebungsbedingungen variieren. In einem trockenen Klima oder während der Heizperiode in kalten Monaten kann es notwendig sein, öfter zu gießen aufgrund der geringeren Luftfeuchtigkeit. Ebenfalls ist die Topfgröße und das Substrat zu beachten, da kleinere Töpfe mit weniger Erde schneller austrocknen.

Ein wichtiger Aspekt der Bewässerungsroutine ist auch die Qualität des Wassers. In einigen Gebieten kann Leitungswasser Chemikalien wie Chlor oder Fluor enthalten, die im Laufe der Zeit schädlich für die Pflanze sein können. Verwenden Sie, wenn möglich, gefiltertes oder abgestandenes Leitungswasser, um eventuelle Probleme zu minimieren.

Kroton-Pflanzen bevorzugen hohe Luftfeuchtigkeit, daher kann es außerdem hilfreich sein, die Pflanzen regelmäßig zu besprühen oder ein Luftbefeuchter zu benutzen, um ein geeignetes Mikroklima zu schaffen. Achten Sie darauf, dass Wasser nicht auf den Blättern stehen bleibt, da dies zur Entwicklung von Pilzkrankheiten führen kann.

Beschneiden

Ein Rückschnitt kann für den Wunderstrauch vorteilhaft sein, um die Form zu erhalten und das Wachstum buschiger Triebe zu fördern. Beschneidungen sollten im Frühjahr stattfinden, um die Wachstumsperiode optimal zu nutzen.

Umtopfen

Erforderlich wird das Umtopfen, sobald die Wurzeln im Topf nicht mehr genug Raum haben. Dies ist meist alle zwei bis drei Jahre der Fall. Beim Umtopfen sollte ein etwas größerer Topf gewählt werden, und das Umtopfen sollte am besten im Frühjahr erfolgen.

Frosthärte

Die Frosthärte ist bei dieser tropischen Pflanze kaum ausgeprägt. Temperaturen unter 10°C sollten vermieden werden, um Schäden zu vermeiden.

Krankheiten & Schädlinge

Der Wunderstrauch ist anfällig für eine Reihe von Krankheiten und Schädlingen, die seine Gesundheit und das ästhetische Erscheinungsbild beeinträchtigen können. Hier ist eine Liste der häufigsten Probleme, auf die Acht zu geben ist:

Schädlinge

  • Spinnmilben: Kleine, spinnenartige Schädlinge, die die Unterseiten der Blätter befallen, sich von Pflanzensäften ernähren und feine Gespinste hinterlassen.
  • Schmierläuse (Wollläuse): Diese Schädlinge sehen aus wie kleine Watteknäuel und sondern ein klebriges Sekret ab, das zu Rußtaupilzen führen kann.
  • Schildläuse: Sie bilden feste, schildartige Hüllen auf Stämmen und Blättern und entziehen der Pflanze wichtige Nährstoffe.
  • Thripse: Sie sind winzige Insekten, die Blattgewebe beschädigen und zu verfärbten Flecken auf den Blättern führen können.

Krankheiten

  • Wurzelfäule: Oft ein Resultat von übermäßiger Bewässerung oder schlechter Drainage, führt dies zu matschigen, verfallenden Wurzeln.
  • Blattfleckenkrankheit: Pilzinfektionen können Runde bis eckige Braun- oder Schwarzfärbungen auf den Blättern verursachen. Meist begleitet von gelben Halos um die beschädigten Bereiche.
  • Grauschimmel (Botrytis): Ein Pilz, der sich bei hoher Feuchtigkeit entwickelt und zu einer fuzzigen, grauen Schicht auf Blättern oder Stielen führen kann.
  • Meist tritt dieser Pilz an älteren oder geschwächten Pflanzenteilen auf, kann sich aber auf die gesamte Pflanze ausbreiten und diese schädigen.

Prävention und Behandlung

Die beste Vorgehensweise zur Bekämpfung dieser Krankheiten und Schädlinge kombiniert vorbeugende Maßnahmen mit angemessener Pflege:

  • Regelmäßige Inspektion: Untersuche die Pflanze oft auf Anzeichen von Schädlingen oder Krankheiten.
  • Angemessene Bewässerung: Vermeide übermäßiges Gießen und sorge für eine gute Drainage, um Wurzelfäule zu verhindern.
  • Optimale Luftfeuchtigkeit: Hohe Luftfeuchtigkeit ist wichtig, aber es sollte darauf geachtet werden, dass die Blätter nicht über längere Zeit nass bleiben.
  • Sauberkeit: Halte das Umfeld der Pflanze sauber, um Pilzsporen und Schädlinge zu minimieren.
  • Schädlingsbekämpfung: Bei Befall können natürliche Fressfeinde wie Marienkäfer oder natürliche Insektizide wie Neemöl helfen. Bei schwerem Befall kann der Einsatz spezifischer Pflanzenschutzmittel notwendig sein.
  • Belüftung: Eine gute Luftzirkulation kann dazu beitragen, die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern.

Bei starkem Befall oder fortgeschrittenen Krankheiten sollte eine genauere Diagnose und gegebenenfalls die Beratung durch einen Experten eingeholt werden, um die Pflanze effektiv zu behandeln und zu retten.

Synonyme

Josephsstrauch oder buntblättriger Wolfsmilch.

Giftig

Die Pflanze ist giftig, da sie hautreizenden Saft enthält. Vorsicht ist daher insbesondere bei Haushalten mit Kindern oder Haustieren geboten.

Pflege

Die Pflege erfordert Aufmerksamkeit, insbesondere im Hinblick auf die Beleuchtung, Bewässerung und Luftfeuchtigkeit. Regelmaßiges Drehen der Pflanze kann helfen, ein gleichmäßiges Wachstum zu fördern.

Liste Begleitpflanzen

Codiaeum variegatum ist ein echter Blickfang, und um sein farbenfrohes Laub noch besser zur Geltung zu bringen, kann er mit einer Reihe von bezaubernden Begleitpflanzen kombiniert werden. Hier ist eine Liste von Pflanzen, die sich gut neben einem Wunderstrauch machen, entweder aufgrund ähnlicher Pflegeanforderungen oder weil sie einen komplementären Kontrast bieten:

Ähnliche Pflegeansprüche

  • Bromelien: Mit ihrer exotischen Anmutung und ähnlichen Ansprüchen an Feuchtigkeit passen sie hervorragend zum Wunderstrauch.
  • Orchideen: Diese tropischen Schönheiten schätzen ähnliche Licht- und Feuchtigkeitsbedingungen wie der Wunderstrauch.
  • Anthurien: Die glänzenden Blätter und leuchtenden Blüten der Anthurie harmonieren gut mit den lebhaften Blattfarben des Wunderstrauchs.
  • Philodendron-Arten: Mit ihren großen, grünen Blättern ergänzen Philodendren den Wunderstrauch, indem sie eine beruhigende Grüntönung bieten.
  • Farnarten: Ihre Feuchtigkeitsliebe und die strukturreichen Blätter stellen eine ausgezeichnete Ergänzung zum eher starren Laub des Wunderstrauchs dar.

Kontrastreiche Partner

  • Weißblühende Pflanzen: Pflanzen wie der Friedenslilie (Spathiphyllum) setzen mit ihren weißen Blüten einen schicken Kontrast zu den bunten Croton-Blättern.
  • Grünpflanzen: Einfarbige Grünblatt-Pflanzen wie Zamioculcas oder verschiedene Spatiphyllum-Arten bieten einen beruhigenden Hintergrund, der die Farbenpracht des Wunderstrauchs noch mehr betont.
  • Aloe-Arten: Die strukturellen, geometrischen Formen von Aloe-Pflanzen können eine interessante texturale Komponente neben den kunstvollen Blättern des Wunderstrauchs darstellen.
  • Sukkulenten und Kakteen: Diese überwiegend grünen Pflanzen bieten eine schöne Textur und Formvielfalt, die sich mit den auffälligen Blättern des Wunderstrauchs abwechselt.

Kombinieren aufgrund ähnlicher Standortansprüche

  • Drachenbaum (Dracaena): Auch Dracaena-Arten bevorzugen helle Standorte ohne direkte Sonneneinstrahlung, wodurch sie sich gut neben den Wunderstrauch stellen lassen.
  • Pfeilwurz (Maranta): Ihre dekorativen Blätter haben ebenfalls ein auffälliges Muster und ergänzen das bunte Laub des Wunderstrauchs hervorragend.
  • Aglaonema: Mit ihren oft panaschierten Blättern passen die pflegeleichten Aglaonema-Arten optisch sowie pflegetechnisch ideal zum Wunderstrauch.

Beim Arrangieren von Begleitpflanzen sollte darauf geachtet werden, dass jede Pflanze genügend Platz hat, um sich zu entfalten, und dass ihre individuellen Pflegebedürfnisse beachtet werden. Die Auswahl an Pflanzen, die in Kombination mit einem Wunderstrauch funktionieren, ist groß – entscheidend ist, dass die unterschiedlichen Arten harmonisch miteinander interagieren und sich gegenseitig in Szene setzen, ohne um Licht oder Raum zu konkurrieren.

Pflanzenfamilie

Der Wunderstrauch gehört zur Pflanzenfamilie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae).

Verwendungen der Pflanze

In tropischen Gebieten ist die Pflanze eine beliebte Wahl für öffentliche Gärten und Parks. Im häuslichen Bereich dient sie als dekoratives Element in Innenräumen, Wintergärten oder auf geschützten Terrassen. In der Floristik findet der Wunderstrauch als farbenfrohes Gestaltungselement Verwendung.

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  • Gelieferte Topfgröße: 13 cm
  • Aktuelle Pflanzenhöhe (inkl. Topf): 30 - 40 cm
  • Eigenschaften: Der Wunderstrauch 'Petra' (Codiaeum variegatum) ist für seine hübschen bunten Blätter so begehrt und er mag es auch gerne warm. Stellen Sie ihn daher in einen warmen Raum aber achten Sie darauf, dass er nicht in der prallen Sonne sitzt. Während die Pflanze wächst, verändern sich die Farbtöne auf den Blättern von Grün bis hin zu gelben, braunen, purpurroten Farben.

Letzte Aktualisierung am 25.04.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API