Die Euphorbia, auch bekannt als Wolfsmilch, ist eine vielfältige Pflanzenfamilie mit über 2.000 Arten. Diese Gruppe zeichnet sich durch ihre bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit aus und kommt in verschiedenen klimatischen Bedingungen vor, von den tropischen Regionen bis zu gemäßigten Zonen. Wolfsmilchen sind für ihre ungewöhnlichen Blütenstrukturen bekannt, welche als Cyathien bezeichnet werden, und für ihren Milchsaft, der bei manchen Arten giftig sein kann. Sie bieten sowohl ansprechende Blattformationen als auch interessante Blüten und sind daher beliebte Zierpflanzen.

Sorten

In der enormen Vielfalt der Euphorbiaceae findet man sowohl krautige Pflanzen als auch Sträucher und Bäume. Beliebte Sorten für den Garten sind unter anderem die Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias), die Purpur-Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides ‚Purpurea‘) und die Mittelmeer-Wolfsmilch (Euphorbia characias). Auch für Zimmerpflanzenliebhaber gibt es passende Arten wie die beliebte Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima).

Wuchs

Je nach Sorte variiert das Wachstum von bodendeckend bis hin zu aufrechten Formen. Wolfsmilch kann in der Höhe von 10 cm bis über 2 m wachsen. Einige Arten bilden dichte Horste, während andere wiederum eher locker und offen wachsen.

Pflanzung

Die beste Pflanzzeit für Euphorbia-Arten ist das Frühjahr oder der Herbst. Beim Pflanzen sollte darauf geachtet werden, den Pflanzen genügend Raum zur Entfaltung zu geben. Die meisten Wolfsmilcharten bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort.

Vermehrungsmöglichkeiten

Die Vermehrung kann einerseits durch Aussaat im Frühjahr oder durch Stecklinge erfolgen. Auch Wurzelteilung ist bei einigen Arten möglich, wobei diese Methode in der Regel bei Euphorbien seltener angewendet wird.

Blätter

Die Laubfarben variieren von Grün über Rot, Purpur bis hin zu panaschierten Mustern. Die Blattformen können einfach, gefiedert oder sogar dornenähnlich sein, je nach Euphorbia-Art.

Blütezeit

Wolfsmilch blüht in der Regel vom Frühsommer bis zum Herbst. Die spezifischen Blütezeiten können je nach Art und Standort variieren.

Standort

Ein idealer Standort ist sonnig bis halbschattig mit guter Luftzirkulation. Die meisten Euphorbien sind ziemlich anspruchslos und gedeihen auf unterschiedlichen Bodentypen.

Bodendecker

Einige Wolfsmilch-Arten eignen sich ausgezeichnet als Bodendecker und können effektiv Flächen begrünen sowie Unkraut unterdrücken.

Wurzelsystem

Das Wurzelsystem ist je nach Art faserig oder rhizomartig. Manche Arten, wie die Zypressen-Wolfsmilch, neigen dazu, sich stark auszubreiten.

Boden & PH-Wert

Euphorbia-Arten bevorzugen gut durchlässige Böden und tolerieren eine Vielzahl von pH-Werten, von sauer bis alkalisch.

Wasserbedarf

Wolfsmilch hat einen geringen bis moderaten Wasserbedarf und ist generell sehr trockenheitstolerant.

Beschneiden

Ein Rückschnitt nach der Blüte kann bei manchen Arten zu einem kompakteren Wachstum führen. Beschädigte oder alte Teile sollten entfernt werden.

Umtopfen

Topfpflanzen sollten bei Bedarf in ein größeres Gefäß umgetopft werden, wobei der beste Zeitpunkt dafür im Frühjahr liegt.

Frosthärte

Die meisten Euphorbia-Arten sind recht frosthart, es gibt jedoch auch empfindliche Arten, die im Winter Schutz benötigen.

Krankheiten & Schädlinge

Trotz ihrer allgemeinen Widerstandsfähigkeit und Pflegeleichtigkeit können Euphorbia-Arten gelegentlich mit Krankheiten und Schädlingen zu kämpfen haben. Um Schäden zu minimieren, ist es wichtig, regelmäßige Kontrollen durchzuführen und bei den ersten Anzeichen von Problemen geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Pilzkrankheiten

Wolfsmilch kann von verschiedenen Pilzkrankheiten betroffen sein, zu denen Wurzelfäule und Mehltau zählen. Wurzelfäule äußert sich oft durch welke, verfärbte Blätter und einen gestörten Wuchs. Zu den Ursachen gehört meistens eine zu nasse Haltung oder schlechte Bodendrainage. Pfropfungen von Euphorbien sind ebenfalls anfällig für Pilzinfektionen an der Schnittstelle. Mehltau tritt als weißlicher Belag auf Blättern und Stängeln auf und wird oft durch zu dichte Pflanzung und schlechte Luftzirkulation begünstigt.

Vorbeugend wirkt eine gute Standortwahl mit ausreichender Luftzirkulation und ein angemessenes Gießverhalten. Bei einem Pilzbefall können fungizide Präparate helfen, die Ausbreitung einzudämmen und die Pflanze zu schützen.

Schädlinge

Beliebte Schädlinge, die Euphorbia-Arten befallen, sind:

Blattläuse

Blattläuse saugen an den Blättern und können so die Pflanze schwächen. Sie hinterlassen klebrige Ausscheidungen, die als Honigtau bekannt sind und Rußtau oder Ameisen anziehen können. Natürliche Fressfeinde wie Marienkäfer oder das Aussprühen mit einer Seifenlösung können bei der Bekämpfung helfen.

Spinnmilben

Spinnmilben sind besonders in trockenen und warmen Umgebungen ein Problem. Sie führen zu verfärbten Blättern und können die Pflanze erheblich schädigen. Eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit und das Abspritzen der Pflanze sind erste Maßnahmen. Bei starkem Befall können Akarizide zum Einsatz kommen.

Viren und Bakterien

Viren und bakterielle Infektionen sind seltener, können aber bei einigen Wolfsmilcharten vorkommen. Symptome können sich in Form von Flecken, Ringen oder ungewöhnlichen Mustern auf Blättern äußern und sind oft schwierig zu behandeln. Betroffene Pflanzenteile sollten entfernt und vernichtet werden. Werkzeuge sind nach Gebrauch zu desinfizieren, um eine Ausbreitung zu verhindern.

In allen Fällen ist vorbeugend eine sorgfältige Pflege und die Vermeidung von Stressfaktoren für die Pflanze wichtig. Pflanzen sollten nicht überwässert werden, um das Risiko von Wurzelfäule zu minimieren, und es sollte darauf geachtet werden, dass der Standort ausreichend Licht und Luft bietet, um die Anfälligkeit für Schädlingsbefall und Krankheiten zu verringern.

Synonyme

Andere Bezeichnungen für Euphorbia sind Milchstern oder Poinsettia, besonders für den Weihnachtsstern.

Giftig

  • Seien Sie vorsichtig beim Hantieren mit Euphorbien, denn der Milchsaft kann bei Hautkontakt oder Verschlucken reizen oder toxisch wirken.
  • Nutzen Sie Handschuhe beim Umgang mit der Pflanze, und vermeiden Sie es, sich danach ins Gesicht zu fassen.
  • Für Haustiere und Kinder sollten Euphorbien unerreichbar aufgestellt werden.

Pflege

Wolfsmilch ist pflegeleicht. Für eine gesunde Entwicklung ausreichend Licht, Wasser und gelegentliche Düngung bieten.

Liste Begleitpflanzen

Gute Begleitpflanzen für Euphorbia können Lavendel, Gräser und Salbei sein, die ähnliche Standortanforderungen haben.

Pflanzenfamilie

Die Euphorbiaceae sind eine große Familie, die sowohl Wolfsmilch als auch Kautschukbäume und Kassava umfasst.

Verwendungen der Pflanze in verschiedenen Umgebungen oder Branchen

Euphorbien werden vor allem im Gartenbau und als Zierpflanzen verwendet. Einige Arten sind jedoch auch in der Medizin und für ihren Latex in der Industrie von Bedeutung.

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