Weißkohl, auch bekannt als Kappes, Kraut, Weißkraut oder Kopfkohl (Brassica oleracea var. capitata f. alba), ist ein über Jahre hinweg selektiertes und kultiviertes Gemüse, das zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) gehört. Die Pflanze ist vor allem für ihre kompakten, festen Köpfe bekannt, die vielseitig in der Küche verwendet werden können – von rohem Verzehr in Salaten über Fermentierung bis hin zu gekochten Gerichten wie Eintöpfen und Kohlrouladen. Weißkohl ist nicht nur ein nahrhaftes Lebensmittel, sondern auch eine Pflanze mit interessanten Wachstums- und Pflegeanforderungen.

Sorten

Es gibt verschiedene Sorten von Weißkohl, die sich in Größe, Form, Reifezeit und Geschmack unterscheiden. Frühsorten wie ‚Primero‘ oder ‚Golden Acre‘ reifen schneller und sind für den frühen Sommer gedacht. Spätsorten wie ‚Storage No. 4‘ oder ‚Brunswick‘ benötigen eine längere Wachstumszeit und sind für die Lagerung und den späten Herbstkonsum gedacht.

Wuchs

Der Wuchs von Weißkohl ist kompakt und er bildet runde Köpfe mit geschichteten Blättern. Die Pflanze wird gemeinhin 40 bis 60 Zentimeter hoch und kann in der Breite ähnliche Ausmaße annehmen. Die Köpfe erreichen je nach Sorte unterschiedliche Gewichte, manche bringen es bis auf über 3 Kilogramm.

Pflanzung

Die Aussaat von Weißkohl sollte frühzeitig im Frühjahr unter Glas erfolgen, um Setzlinge zu ziehen, oder im frühen Sommer direkt ins Freiland. Beim Pflanzen im Freiland sollten die Jungpflanzen einen Abstand von 45 bis 60 Zentimeter in der Reihe und zwischen den Reihen einhalten, damit sie genügend Platz zum Wachsen haben.

Vermehrungsmöglichkeiten

Weißkohl wird vorwiegend über Samen vermehrt. Die Samen können vorgezogen werden, um stärkere Setzlinge zu erhalten, die dann ausgepflanzt werden. Das eigenständige Sammeln der Samen von Weißkohl ist möglich, aber selten praktiziert, da Hybrid-Sorten nicht sortenrein nachkommen.

Blätter

Die Blätter der Pflanze sind breit und rundlich mit einer leichten Wölbung. Ihre Textur ist glatt mit einer wachsartigen Oberfläche, was dazu beiträgt, dass sie Wasser abweisen. Die Farbe variiert von hell- bis dunkelgrün.

Blütezeit

Normalerweise wird Weißkohl vor der Blüte geerntet. Wenn er jedoch zum Samenproduzieren stehen gelassen wird, blüht Weißkohl im zweiten Jahr mit gelben Kreuzblüten.

Standort

Für optimales Wachstum benötigt Weißkohl einen sonnigen bis halbschattigen Standort.

Bodendecker

Als Bodendecker wird Weißkohl nicht verwendet, da er für diesen Zweck zu hoch und zu sperrig wächst.

Wurzelsystem

Weißkohl hat ein kräftiges, aber flaches Wurzelsystem, was ihn etwas anfällig für Trockenheit macht.

Boden & pH-Wert

Der ideale Boden für Weißkohl ist tiefgründig, nährstoffreich und gut drainiert mit einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5.

Wasserbedarf

Der Wasserbedarf von Weißkohl ist relativ hoch, besonders während der Kopfbildung. Der Boden sollte gleichmäßig feucht gehalten werden, aber Staunässe ist zu vermeiden.

Beschneiden

Weißkohl benötigt kein regelmäßiges Beschneiden. Die äußeren Blätter können entfernt werden, wenn sie beschädigt oder vergilbt sind.

Umtopfen

Als Freilandgemüse wird Weißkohl normalerweise nicht umgetopft. Er wird direkt ins Beet gesät oder als Setzling gepflanzt.

Frosthärte

Weißkohl ist relativ frosthart. Viele Sorten vertragen leichte Fröste ohne Probleme.

Krankheiten & Schädlinge

Die Kultur kann von verschiedenen Krankheiten und Schädlingen wie Kohlhernie, Mehltau, Blattläusen und Raupen des Kohlweißlings befallen werden. Wichtig sind hierbei vorbeugende Maßnahmen wie Fruchtfolge und Pflanzenschutz.

Synonyme

Brassica oleracea var. capitata f. alba ist die botanische Bezeichnung für Weißkohl. Je nach Region können verschiedene Volksnamen wie Weißkraut oder Kappes auftreten.

Giftig

Weißkohl gilt nicht als giftige Pflanze, kann aber bei manchen Personen Blähungen oder andere Magen-Darm-Probleme hervorrufen.

Pflege

Regelmäßiges Gießen, Kontrolle von Schädlingen und Krankheiten sowie eine ausgewogene Nährstoffversorgung sind essentiell für eine erfolgreiche Kultur.

Liste Begleitpflanzen

Gute Begleitpflanzen für Weißkohl sind zum Beispiel Dill, Sellerie, Erbsen, Bohnen und Ringelblumen, da sie Schädlinge abwehren oder nützliche Insekten anziehen können.

Der Mischkultur-Anbau bietet zahlreiche Vorteile für Gemüsegärten und unterstützt eine nachhaltige und effiziente Gartenbewirtschaftung. Durch die gezielte Kombination unterschiedlicher Pflanzenarten können Nährstoffkreisläufe im Boden optimiert werden, wobei stickstofffixierende Pflanzen wie Bohnen die Bodenqualität für stickstoffhungrige Gemüsearten wie Weißkohl verbessern. Die Vielfalt im Garten trägt zudem dazu bei, ein ökologisches Gleichgewicht zu schaffen, indem natürliche Feinde von Schädlingen angezogen und diese so reguliert werden, was den Bedarf an chemischen Pflanzenschutzmitteln reduziert. Ebenso kann der Anbau komplementärer Pflanzen die Verbreitung von Krankheiten und Schädlingen erschweren. Darüber hinaus kann Mischkultur den verfügbaren Raum besser nutzen, indem schneller wachsende Pflanzen die Zeit überbrücken, bis langsam wachsende Kulturen ausreifen. Nicht zuletzt kann die geschickte Kombination von Pflanzen mit unterschiedlichen Anforderungen an Licht, Wasser und Platz die Ressourceneffizienz steigern und gleichzeitig die ästhetische Qualität des Gartens erhöhen.

Pflanzenfamilie

Weißkohl gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae).

Verwendungen der Pflanze in verschiedenen Umgebungen oder Branchen

In der Lebensmittelindustrie ist Weißkohl beliebt für Sauerkraut, frische Salate und als Gemüsebeilage. In der Landwirtschaft nutzt man Sorten mit hoher Frosthärte für späte Ernten. Im Gartenbau wird er wegen seiner Anspruchslosigkeit und Ergiebigkeit geschätzt. Zudem hat Weißkohl durch seine Nährstoffe – Vitamin C, K und verschiedene B-Vitamine – sowie Ballaststoffe einen fixen Platz in der gesunden Ernährung.

FAQ

Was lohnt sich selbst anzubauen?

Es lohnt sich selbst anzubauen, da es viele Vorteile bietet. Zum einen kann man dadurch Geld sparen, da man nicht mehr so viel im Supermarkt einkaufen muss. Außerdem weiß man dann genau, woher das Gemüse oder Obst kommt und wie es angebaut wurde. Man kann somit sicherstellen, dass keine Pestizide oder andere Schadstoffe verwendet wurden. Selbst anzubauen ist auch eine gute Möglichkeit, um nachhaltiger zu leben. Man kann zum Beispiel auf den Transport von Lebensmitteln verzichten und somit CO2 einsparen. Auch die Verwendung von eigenen Komposten trägt zur Reduzierung von Müll bei. Neben diesen ökologischen Vorteilen kann der Anbau von eigenen Pflanzen auch ein schönes Hobby sein. Es macht Freude, die Pflanzen wachsen zu sehen und später die Ernte einzufahren. Zudem gibt es einige Sorten an Gemüse und Obst, die im Supermarkt gar nicht erhältlich sind oder nur in begrenzter Menge. Durch den Anbau im eigenen Garten hat man somit eine größere Auswahl an verschiedenen Sorten und kann auch seltene Gemüsesorten ausprobieren. Alles in allem lohnt es sich also selbst anzubauen – für die eigene Gesundheit, die Umwelt und als Hobby.

Welches Gemüse braucht wenig Pflege?

Es gibt mehrere Gemüsesorten, die wenig Pflege benötigen. Eine davon ist der Rettich. Er kann im Frühjahr oder Herbst angebaut werden und benötigt nur wenig Aufmerksamkeit. Die Samen müssen nur dünn mit Erde bedeckt werden und regelmäßig gegossen werden. Ein weiteres Gemüse, das wenig Pflege braucht, ist die Zucchini. Sie ist sehr robust und kann in fast jedem Boden wachsen. Sie benötigt regelmäßiges Gießen und ein bisschen Dünger, aber ansonsten ist sie sehr pflegeleicht. Auch Salat ist eine gute Wahl für Gartenanfänger oder Menschen mit wenig Zeit. Die Samen können einfach in die Erde gestreut werden und der Salat braucht nur regelmäßiges Gießen. Karotten sind ebenfalls pflegeleicht und können ohne großen Aufwand angebaut werden. Es reicht aus, sie einmal pro Woche zu gießen und gelegentlich zu düngen. Insgesamt gibt es viele Gemüsesorten, die wenig Pflege benötigen und somit auch für Menschen geeignet sind, die keine Erfahrung im Gartenbau haben oder nicht viel Zeit für ihre Pflanzen aufwenden möchten. Es lohnt sich jedoch immer, vor dem Anbau einer Pflanze zu recherchieren, welche Bedürfnisse sie hat und welche Pflegemaßnahmen erforderlich sind, um ein optimales Wachstumsergebnis zu erzielen.

Was kann man im August noch an Gemüse Pflanzen?

Im August gibt es noch einige Gemüsesorten, die man pflanzen kann. Eine Option ist zum Beispiel Rote Bete. Diese können im August gepflanzt werden und sind eine gute Wahl für den späten Sommer und Herbst. Auch Karotten können im August noch gepflanzt werden. Sie benötigen jedoch viel Wasser und sollten regelmäßig gegossen werden. Eine weitere Gemüsesorte, die im August gepflanzt werden kann, ist Spinat. Dieses grüne Blattgemüse wächst schnell und kann bereits nach wenigen Wochen geerntet werden. Auch Mangold ist eine gute Wahl für den Spätsommer und Herbst. Er benötigt viel Feuchtigkeit und sollte regelmäßig gegossen werden. Wenn man gerne Zucchini oder Gurken anbauen möchte, ist der August ebenfalls ein guter Zeitpunkt dafür. Die Pflanzen benötigen jedoch viel Platz und sollten regelmäßig gedüngt werden. Wer gerne Paprika oder Chilis anbauen möchte, kann dies auch im August tun. Diese Pflanzen benötigen viel Sonne und Wärme, um gut zu gedeihen. Insgesamt gibt es also noch viele Gemüsesorten, die man im August pflanzen kann. Wichtig ist dabei jedoch immer auf die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Pflanze zu achten und diese entsprechend zu pflegen.

Wann erntet man Blüten?

Blüten werden in der Regel dann geerntet, wenn sie vollständig geöffnet sind. Dies ist der Zeitpunkt, an dem die Blüten ihre höchste Qualität und ihr volles Aroma erreicht haben. Die genaue Erntezeit hängt jedoch von der Art der Blume ab. Einige Blüten wie Lavendel werden im späten Frühling oder frühen Sommer geerntet, bevor sie vollständig erblühen. Andere Blumen wie Rosen werden oft morgens geerntet, wenn die Knospen noch geschlossen sind und das Aroma am stärksten ist. Bei Kräutern wie Kamille oder Ringelblume werden die Blüten häufig kurz vor dem Vollständigen Aufblühen im Spätsommer oder Herbst geerntet. In diesem Stadium enthalten sie das höchste Maß an Wirkstoffen und ätherischen Ölen. Es ist auch wichtig zu beachten, dass die Erntezeit von Blüten von verschiedenen Faktoren abhängt, einschließlich des Wetters und des Klimas. Es ist daher ratsam, regelmäßig auf den Zustand der Pflanzen zu achten und bei Bedarf zu ernten. Insgesamt gilt jedoch: Wenn eine Blume vollständig geöffnet ist und ihr volles Aroma erreicht hat, ist dies in der Regel der beste Zeitpunkt für die Ernte ihrer Blüten.

Rezepte mit Weißkohl

Weißkohl ist ein vielseitiges Gemüse, das in vielen verschiedenen Gerichten verwendet werden kann. Hier sind einige leckere Rezeptideen mit Weißkohl:

1. Coleslaw: Dieser klassische Krautsalat ist einfach zuzubereiten und passt perfekt zu gegrilltem Fleisch oder als Beilage zu Burgern. Zutaten: – ½ Kopf Weißkohl – 2 Karotten – 1 Zwiebel – Mayonnaise (nach Geschmack) – Essig (nach Geschmack) – Salz und Pfeffer Anleitung: Den Kohl fein schneiden oder hobeln und die Karotten raspeln. Die Zwiebel hacken. In einer Schüssel den Kohl, die Karotten und die Zwiebel vermischen. Mayonnaise hinzufügen – je nach gewünschter Konsistenz – sowie etwas Essig für eine leicht säuerliche Note. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

2. Gebratener Weißkohl: Diese einfache Zubereitungsmethode verleiht dem Kohl einen köstlichen Röstaroma. Zutaten: – ½ Kopf Weißkohl -Sesamöl zum Braten -Salz Anleitung: Den Kohlkopf halbieren, den Strunk entfernen und den restlichen Teil des Kohls in dünne Streifen schneiden. Das Sesamöl in einer Pfanne erhitzen unnd dann den geschnittenen WeiBtkoh hinzu geben.. Bei mittlerer Hitze braten bis der khol weich wird and anfangt braun anzursten ca .5 Minuten lang . Mit Salz abschmecken und servieren.

3. Weißkohl-Eintopf: Dieser herzhafte Eintopf ist perfekt für kalte Tage und sättigt gut. Zutaten: – ½ Kopf Weißkohl – 2 Kartoffeln – 1 Zwiebel -500 ml Gemüsebrühe -Salz, Pfeffer Anleitung: Den Kohl in Streifen schneiden. Die Kartoffeln schälen und würfelnsowie die zwiebel hacken . In einem Topf etwas Öl erhitzen unnd dann Die Zwiebeln darin anbraten bis sie glasig sind . Dann den khol hinzufügenund kurz mit braten lassen.. Gemusebruhe hinzu gießen , zum Kochen bringen and bei niedriger Hitze ca.20 Minuten köchelnnlassen oder bis das gemuese weich isst .. Mit salzt Und pfeffer abschmeken . Diese Rezepte bieten nur einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Möglichkeiten, wie man Weißkohl verwenden kann.. Es gibt noch viele weitere leckere Gerichte zu entdecken!

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Letzte Aktualisierung am 27.05.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API