Capsicum, allgemein als Paprika bekannt, ist eine Pflanzengattung innerhalb der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Ursprünglich in Mittel- und Südamerika beheimatet, sind Paprika und ihre verschiedenen Sorten heute weltweit verbreitet und geschätzt. Die Früchte sind in verschiedenen Farben und Formen erhältlich, darunter rot, grün, gelb und orange und können von süß bis scharf variieren. Sie finden nicht nur in der Küche, sondern auch in der Medizin und Kosmetik vielfältige Anwendung.

Sorten

Capsicum umfasst eine Vielzahl von Sorten, die sich in Größe, Form und Geschmack unterscheiden. Bekannte Sorten sind:

  • Capsicum annuum: Dies umfasst die meisten der bekannten süßen Paprikas und Chilis.
  • Capsicum frutescens: Bekannte Vertreter sind die Tabasco-Chili.
  • Capsicum chinense: Dazu gehören die berüchtigten Habaneros und andere sehr scharfe Chilis.
  • Capsicum baccatum: Hierzu zählt der Aji-Chili.
  • Capsicum pubescens: Bekannt für die Manzano-Paprika, die durch ihre haarigen Blätter auffällt.

Wuchs

Die Pflanze kann je nach Sorte unterschiedlich groß werden, typischerweise erreicht sie jedoch eine Höhe zwischen 50 und 100 cm. Einige scharfe Chilivarianten können größer werden und verzweigen sich stärker. Paprikapflanzen haben einen buschigen Wuchs und entwickeln sich sowohl in die Breite als auch nach oben.

Pflanzung

Die Pflanzung erfolgt idealerweise nach den letzten Frösten im Frühjahr:

  1. Aussaat: Samen werden im späten Winter oder frühen Frühjahr unter Glas angesät.
  1. Pikieren: Junge Pflanzen werden vereinzelt, sobald sie zwei bis drei echte Blätter haben.
  1. Auspflanzen: Ab Mitte Mai nach dem Frost können die Pflanzen ins Freiland oder entsprechende Gefäße umziehen.

Vermehrungsmöglichkeiten

Paprika kann durch Samen oder Stecklinge vermehrt werden. Samen sind die häufigste Methode und erfordern eine gleichmäßige Wärme und Feuchtigkeit zur Keimung. Stecklinge werden ebenfalls verwendet, jedoch seltener.

Blätter

Die Blätter sind oval bis lanzettlich und meist grün. Sie können je nach Sorte variieren. Capsicum pubescens ist für seine leicht behaarten Blätter bekannt.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich in der Regel von Juni bis August. Die Blüten sind meist weiß oder violett und wachsen in den Blattachseln.

Standort

Ein sonniger Standort mit mindestens 6 Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag ist ideal. Im Haus sollten Paprikapflanzen an einem nach Süden ausgerichteten Fenster stehen.

Bodendecker

Paprikapflanzen eignen sich nicht als Bodendecker, da sie eher als Einzelpflanzen kultiviert werden und Platz für die Entwicklung ihrer Früchte benötigen.

Wurzelsystem

Das Wurzelsystem ist faserig und reicht nicht sehr tief, was sie für den Anbau in Töpfen oder Beeten gleichermaßen geeignet macht.

Boden & PH-Wert

Ein gut durchlässiger, lockerer Boden ist notwendig. Der pH-Wert sollte zwischen 6.0 und 6.8 liegen. Gute Bodenmischungen enthalten organischen Kompost, was die Wasserspeicherung verbessert.

Wasserbedarf

Paprikapflanzen haben einen mittleren bis hohen Wasserbedarf. Der Boden sollte gleichmäßig feucht gehalten werden, Staunässe ist jedoch zu vermeiden.

Beschneiden

Durch das Beschneiden wird das Wachstum gefördert. Entferne alte, kranke oder schwache Triebe sowie die Triebspitzen, um die Verzweigung zu fördern.

Umtopfen

Jungpflanzen sollten zunächst in kleinere Töpfe gesetzt und später in größere Gefäße umgetopft werden. Umtopfen ist wichtig, sobald die Pflanze beginnt, den bisherigen Topf auszuwachsen.

Frosthärte

Paprika ist frostempfindlich und sollte daher vor Frost geschützt werden. In kalten Klimazonen empfiehlt sich der Anbau in Töpfen, die im Winter ins Haus geholt werden können.

Krankheiten & Schädlinge

Paprikapflanzen können von Blattläusen, Spinnmilben und Weißen Fliegen befallen werden. Krankheitsbilder umfassen Wurzelfäule, Falschen und Echten Mehltau. Regelmäßige Kontrolle und biologischer Pflanzenschutz sind empfehlenswert.

Synonyme

Paprika ist unter verschiedenen Namen bekannt, darunter Peperoni, Chili, Pfefferoni oder Gemüsepaprika.

Giftig

Paprika ist im Allgemeinen nicht giftig, allerdings können sehr scharfe Sorten bei empfindlichen Personen Hautreizungen verursachen.

Pflege

Für eine gute Pflege sorgen:

  • Regelmäßiges Gießen: Ohne Staunässe, gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit.
  • Düngen: Alle zwei Wochen während der Wachstumsperiode.
  • Standortwechsel: Vermeidung von Krankheiten durch jährlichen Standortwechsel im Garten.

Liste Begleitpflanzen

Gute Begleitpflanzen sind:

  • Basilikum: Wehrt Schädlinge ab.
  • Tomaten: Haben ähnliche Pflegeanforderungen.
  • Karotten: Profitieren von der schattigen Umgebung.

Pflanzenfamilie

Paprika gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).

Verwendungen in verschiedenen Umgebungen oder Branchen

  • Kulinarisch: Verwendung als Gewürz oder Gemüse.
  • Medizinisch: Anwendung in Salben und Cremes zur Schmerzlinderung.
  • Kosmetik: Bestandteil von Hautpflegeprodukten.
  • Gartenbau: Zierde und Fruchtlieferant in Nutzgärten.
  • Industriell: Herstellung von Capsaicin für nicht-letale Selbstverteidigungswaffen.

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