Der Rizinusbaum, auch bekannt als Wunderbaum (Ricinus communis), ist eine eindrucksvolle, schnellwachsende Pflanze, die für ihre charakteristischen, handförmigen Blätter und auffälligen Blütenstände geschätzt wird. Ursprünglich in den tropischen Regionen Afrikas und Asiens beheimatet, hat er sich wegen seiner dekorativen und industriellen Bedeutung auch in anderen warmen Klimazonen verbreitet. Die Pflanze wird sowohl für die Gewinnung von Rizinusöl als auch als Zierpflanze in Gärten und Parks verwendet. Vorsicht ist jedoch geboten, da alle Teile der Pflanze giftige Substanzen enthalten, die bei Verschlucken zu schweren gesundheitlichen Problemen führen können.

Wuchs

Der Rizinusbaum kann in seinem natürlichen, tropischen Habitat als mehrjährige Pflanze eine Höhe von bis zu 12 Metern erreichen. In gemäßigten Klimazonen wird er meist einjährig kultiviert und erreicht dort gewöhnlich eine Wuchshöhe von 2 bis 3 Metern. Sein Wuchs ist aufrecht und buschig, mit einer dichten Krone aus großen, exotisch wirkenden Blättern.

Aussäen und Einpflanzen

Die Aussaat des Rizinus sollte nach dem letzten Frost im Frühjahr direkt am Standort oder in Anzuchttöpfen zur späteren Verpflanzung erfolgen. Die Samen benötigen warme Temperaturen (um die 20°C) und eine konstante Feuchtigkeit zum Keimen. Eine Vorbereitung durch Einweichen der Samen für 24 Stunden in Wasser kann die Keimung beschleunigen.

Blätter

Die Blätter sind sein auffälligstes Merkmal. Sie sind groß, können einen Durchmesser von bis zu 60 Zentimetern erreichen und haben eine handförmige Struktur mit 5 bis 11 gezackten, spitz zulaufenden Lappen und können je nach Sorte grüne bis tiefrote Farbtöne aufweisen.

Blütezeit

In seiner Blütezeit, die in der Regel in die Monate Juli bis September fällt, entwickelt das Gewächs unauffällige, grünlich-gelbe Blüten. Die männlichen Blüten finden sich unten am Blütenstand, während die weiblichen Blüten oben sitzen. Nach der Bestäubung bilden sich die charakteristischen stacheligen Fruchtkapseln.

Standort

Der ideale Standort ist sonnig und windgeschützt. Er dankt ausreichend Sonnenlicht mit einem kräftigen Wachstum und intensiver Blattfärbung.

Boden & PH-Wert

Eine gute Durchlässigkeit des Bodens ist wichtig, um Staunässe zu vermeiden. Die Pflanze bevorzugt einen leicht sauren bis neutralen pH-Wert zwischen 6 und 7,5. Der Boden sollte nährstoffreich und humos sein.

Wasserbedarf

Eine regelmäßige und ausreichende Wasserversorgung unterstützt das schnelle Wachstum der Pflanze. Während der Wachstumsphase ist auf eine konstante Feuchtigkeit des Bodens zu achten, ohne dass es zu Wasseransammlungen kommt.

Beschneiden

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist bei einjähriger Kultivierung im Allgemeinen nicht notwendig. Sollte die Pflanze mehrjährig gehalten werden, kann ein Auslichten alter Triebe das Erscheinungsbild verbessern und die Pflanze verjüngen.

Umtopfen

Für Topfpflanzen empfiehlt sich ein jährliches Umtopfen im Frühjahr, wobei der Topf im Durchmesser jeweils einige Zentimeter größer gewählt werden sollte, um dem Wurzelwachstum gerecht zu werden.

Frosthärte

Der Rizinusbaum ist nicht frosthart und kann bereits bei leichten Frösten Schaden nehmen. In kühleren Klimazonen sollte er deshalb als Kübelpflanze gehalten und während der Wintermonate an einem frostfreien Ort überwintert werden.

Krankheiten

Während der Rizinusbaum allgemein als robust gilt, kann er von typischen Schädlingen wie Blattläusen oder Spinnmilben befallen werden. Eine gute Pflegepraxis und aufmerksame Überwachung helfen, größeren Schaden abzuwenden.

Verwendung

Rizinus wird vorrangig aufgrund seiner Samen kultiviert, aus denen Rizinusöl gewonnen wird. Das Öl findet in der Medizin, Kosmetik und Industrie vielseitige Anwendung. Als Zierpflanze eignet sich der Rizinusbaum hervorragend, um tropisches Flair in den Garten oder auf die Terrasse zu bringen.

Synonyme

Ein alternativer Trivialname für den Rizinusbaum ist „Kastorölbaum“, wobei der lateinische Name Ricinus communis am weitesten verbreitet ist.

Giftig

Alle Pflanzenteile, insbesondere die Samen, enthalten das toxische Protein Ricin, welches bereits in geringen Mengen gesundheitsschädlich ist. Beim Umgang mit der Pflanze ist Vorsicht geboten, um Hautirritationen und Vergiftungen zu vermeiden.

Pflege

Um einen gesunden Wuchs zu gewährleisten, sollte das Gewächs regelmäßig gegossen und gedüngt werden. Ein langsamlösiger Dünger im Frühjahr und Sommer fördert das Wachstum.

Liste Begleitpflanzen

Rizinus (Ricinus communis) ist wegen seiner markanten Optik und schnellen Wachstums oft ein Hingucker in Gärten. Allerdings sollte beim Anbau von Rizinus immer auf die hohe Toxizität der Samen geachtet werden. Beim Anpflanzen neben anderen Pflanzen sollten zudem Arten gewählt werden, die von den Eigenschaften des Rizinus profitieren oder diesen ergänzen. Hier ist eine Liste geeigneter Begleitpflanzen:

  1. Ringelblumen (Calendula officinalis): Sie wirken schädlingsabwehrend und locken Nützlinge wie Marienkäfer und Schwebfliegen an, die Blattläuse und andere Schädlinge dezimieren.
  1. Lavendel (Lavandula spp.): Dessen Duft kann bestimmte Schädlinge vertreiben und Nützlinge anziehen, zudem ergänzt er durch seine niedrige Wuchsform die hochwachsende Rizinus-Pflanze.
  1. Zinnien (Zinnia spp.): Sie locken Bestäuber wie Schmetterlinge und einige bestäubende Käferarten an, was für die Gartenbiodiversität von Vorteil ist.
  1. Sonnenblumen (Helianthus annuus): Sie können als Wind- und Sichtschutz für die empfindlichen Rizinus-Pflanzen dienen und schaffen außerdem eine visuelle Verbindung zwischen niedriger und höher wachsenden Pflanzen.
  1. Dill (Anethum graveolens): Er zieht nützliche Insekten an, die Schädlinge fressen und kann mit Rizinus gemeinsam angepflanzt werden, um eine diverse Insektenpopulation zu fördern.
  1. Knoblauch (Allium sativum): Sein starker Geruch kann Schädlinge abschrecken und fungiert als natürlicher Schädlingsbekämpfer.
  1. Basilikum (Ocimum basilicum): Ein guter Nachbar für viele Pflanzen, da er durch seinen Duft viele fliegende Schädlinge fernhält.
  1. Kamille (Matricaria chamomilla): Gilt als Pflanzenstärkungsmittel für viele Gartenpflanzen und kann die Gesundheit der Rizinus-Pflanzen positiv beeinflussen.
  1. Tagetes (Tagetes spp.): Diese Pflanze bildet eine Substanz, die Nematoden im Boden bekämpfen kann, was dem allgemeinen Pflanzenwachstum zugutekommt.

Die Kombination von Rizinus mit diesen Begleitpflanzen kann also für ein gesünderes Wachstum des Rizinus und der umgebenden Pflanzen sorgen und gleichzeitig die Biodiversität im Garten fördern. Dennoch sollten Gartenbesitzer aufgrund der Giftigkeit insbesondere bei der Arbeit mit der Rizinus-Pflanze stets Vorsicht walten lassen.

Pflanzenfamilie

Der Rizinusbaum gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae), die für ihre vielfältigen und teilweise giftigen Arten bekannt ist.

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