Das Strauch-Fingerkraut, auch bekannt als Potentilla fruticosa oder Busch-Fingerkraut, ist ein beliebter Zierstrauch in heimischen Gärten. Es ist ein kleinwüchsiger, breitbuschiger Strauch, der eine Höhe von ca. 0,3 bis 1,5 Metern erreicht. Seine charakteristischen, fünfzähligen Blüten strahlen in gelben Farbtönen und verleihen dem Garten von Frühjahr bis in den Herbst hinein ein lebhaftes Aussehen. Als Teil der Rosengewächse (Rosaceae) bringt das Strauch-Fingerkraut robuste Eigenschaften mit sich und ist damit eine pflegeleichte Ergänzung für viele Gartenkonzepte.

Wuchs

Das Strauch-Fingerkraut zeichnet sich durch einen kompakten und aufrechten Wuchs aus. Mit seiner verzweigten Struktur bildet es eine dichte und buschige Form, die als natürlicher Sichtschutz dienen kann. Der jährliche Wachstumszuwachs liegt zwischen 10 und 20 Zentimetern.

Aussäen und Einpflanzen

Die Aussaat kann im Frühjahr direkt ins Freiland erfolgen. Empfehlenswert ist jedoch das Einpflanzen von vorgezogenen Jungpflanzen im Frühjahr oder Herbst, um ein gesichertes Anwachsen zu gewährleisten.

Vermehrungsmöglichkeiten

Potentilla fruticosa lässt sich auf verschiedenen Wegen vermehren. Die häufigsten Methoden sind vegetative Vermehrung über Stecklinge oder Teilung sowie generative Vermehrung durch Aussaat. Hier sind die einzelnen Schritte für jede Methode:

Vermehrung durch Stecklinge

Zeitpunkt: Die beste Zeit für die Gewinnung von Stecklingen ist das Frühjahr oder der frühe Sommer.

  1. Stecklinge schneiden: Wählen Sie gesunde Triebe und schneiden Sie etwa 10 bis 15 cm lange Stecklinge direkt unterhalb eines Knotenpunkts ab.
  1. Vorbereitung: Entfernen Sie die unteren Blätter, so dass nur ein paar Blätter an der Spitze des Stecklings verbleiben.
  1. Bewurzelungshormon: Tauchen Sie das untere Ende des Stecklings in Bewurzelungshormon, um das Wachstum von Wurzeln zu fördern.
  1. Einpflanzen: Setzen Sie die Stecklinge in ein Gemisch aus Torf und Perlit oder in eine spezielle Stecklingserde. Achten Sie dabei auf eine gute Feuchtigkeit, jedoch ohne Staunässe zu erzeugen.
  1. Anwachsen: Halten Sie die Umgebung feucht und bedecken Sie die Stecklinge eventuell mit einer durchsichtigen Plastiktüte, um eine hohe Luftfeuchtigkeit zu erzeugen.
  1. Kontrolle und Pflege: Nach einigen Wochen sollten die Stecklinge Wurzeln entwickelt haben. Kontrollieren Sie das Wachstum und passen Sie die Bewässerung an; die Plastiktüte kann entfernt werden, sobald sich neue Triebe zeigen.

Vermehrung durch Teilung

Zeitpunkt: Die Teilung wird im Frühjahr oder Herbst durchgeführt.

  1. Pflanze ausgraben: Graben Sie eine etablierte Strauch-Fingerkraut-Pflanze vorsichtig aus.
  1. Teilen: Trennen Sie die Pflanze in mehrere Teile, wobei in jedem Abschnitt gesunde Wurzeln und Triebe vorhanden sein sollten.
  1. Einsetzen: Pflanzen Sie die Teilstücke an ihrem neuen Standort ein und achten Sie darauf, dass sie gut bewässert werden, bis sie etabliert sind.

Vermehrung durch Aussaat

Zeitpunkt: Die Aussaat erfolgt im Frühjahr oder Herbst direkt ins Freiland oder in Saatschalen für die Anzucht.

  1. Saatgut vorbereiten: Sie können Samen aus den verblühten Blüten des Strauch-Fingerkrauts gewinnen, indem Sie die trockenen Samenstände sammeln und die Samen herauslösen.
  1. Aussaat: Säen Sie die Samen in gut vorbereiteten Boden oder in Anzuchterde in Töpfen aus.
  1. Bedeckung und Feuchtigkeit: Bedecken Sie die Samen leicht mit Erde und halten Sie den Boden feucht, aber nicht nass.
  1. Keimung: Die Samen benötigen Licht zum Keimen, daher sollten sie nicht zu tief eingepflanzt werden. Keimung erfolgt normalerweise innerhalb von einigen Wochen.
  1. Pflege: Sobald die Sämlinge groß genug sind, können sie pikiert und schließlich an ihren endgültigen Standort ausgepflanzt werden.

Hinweise

  • Die vegetative Vermehrung durch Stecklinge oder Teilung ist oft erfolgreicher, da sie schneller zu etablierten Pflanzen führt und die Merkmale der Mutterpflanze bewahrt.
  • Bestimmte Sorten von Strauch-Fingerkraut können patentiert sein, was ihre Vermehrung ohne Lizenz verbietet. Vor der Vermehrung von Sortenschutz-Pflanzen sollten Sie sich daher über die rechtlichen Bedingungen informieren.

Blätter

Das Laubwerk besteht aus kleinen, gefiederten Blättern, die eine mittel- bis dunkelgrüne Farbe aufweisen. Im Herbst können sich die Blätter in attraktive Gelb- bis Orangetöne verfärben.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Oktober, wobei es kontinuierlich zu einer Neubildung von Blüten kommt.

Standort

Das Gewächs bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte. Es ist anspruchslos und kommt auch mit schwierigeren Bedingungen zurecht.

Bodendecker

Mit seinem dichten Wuchs eignet sich das Strauch-Fingerkraut ausgezeichnet als Bodendecker und zur Gestaltung von Flächen, die Unkraut verdrängen sollen.

Wurzelsystem

Das Wurzelsystem ist relativ flach und breitet sich aus, was die Pflanze stabil im Boden verankert und sie somit auch für Hangbefestigungen geeignet macht.

Boden & PH-Wert

Die Pflanze ist anpassungsfähig und toleriert verschiedene Bodenarten, bevorzugt jedoch gut durchlässige, lehmige bis sandige Böden. Der ideale pH-Wert liegt im leicht sauren bis neutralen Bereich.

Wasserbedarf

Das Strauch-Fingerkraut hat einen mäßigen Wasserbedarf, verträgt aber auch kurze Trockenperioden. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden.

Beschnitten

Ein Beschnitt ist nicht unbedingt erforderlich, kann jedoch zur Formgebung oder Verjüngung der Pflanze durchgeführt werden. Der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist das Frühjahr vor dem Neuaustrieb.

Umtopfen

Bei Topfkulturen sollte ein Umtopfen alle zwei bis drei Jahre vorgenommen werden, um ausreichend Platz für das Wachstum des Wurzelsystems zu bieten und die Nährstoffversorgung sicherzustellen.

Frosthärte

Das Strauch-Fingerkraut ist sehr frosthart und übersteht auch strenge Winter ohne besonderen Schutz.

Krankheiten & Schädlinge

Mehltau

Beschreibung: Mehltau tritt in zwei Formen auf – als Echter und Falscher Mehltau. Beim Echten Mehltau zeigt sich ein weißer, mehlartiger Belag auf den Blattoberseiten, während der Falsche Mehltau hauptsächlich die Blattunterseiten befällt.

Vorbeugung:

  • Ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen für gute Luftzirkulation halten.
  • Direkte Befeuchtung des Laubs vermeiden.
  • Anfällige Pflanzen in vollsonnige Standorte pflanzen, da Mehltau Feuchtigkeit und Schatten bevorzugt.

Rost

Beschreibung: Rost ist eine Pilzkrankheit, die sich durch orangefarbene bis braune Pusteln auf Blättern und Stängeln äußert.

Vorbeugung:

  • Betroffene Blätter und Pflanzenteile entfernen und entsorgen.
  • Für eine gute Luftzirkulation sorgen.
  • Vermeiden von feuchten Blättern, besonders abends.

Blattfleckenkrankheit

Beschreibung: Verschiedene Pilze können Blattflecken verursachen, die sich durch dunkle Flecken auf den Blättern zeigen.

Vorbeugung:

  • Befallene Blätter frühzeitig entfernen.
  • Pflanze stärken durch geeignete Standortwahl und korrekte Düngung.
  • Staunässe vermeiden.

Blattläuse

Beschreibung: Blattläuse sind kleine, saugende Insekten, die Pflanzensäfte extrahieren und so Wachstumsstörungen, deformierte Blätter und eingeschränkte Blütenbildung verursachen können.

Vorbeugung:

  • Nützlinge wie Marienkäfer und Schwebfliegen fördern.
  • Blattläuse manuell oder mit einem starken Wasserstrahl abspülen.
  • Bei starkem Befall können insektizide Seifenlösungen oder Neemöl helfen.

Spinnmilben

Beschreibung: Spinnmilben sind winzige Arachnidenschädlinge, die an der Blattunterseite ihre Gespinste bilden und die Blätter aussaugen, was zu verfärbten und welken Blättern führt.

Vorbeugung:

  • Optimale Wasserversorgung gewährleisten, da Spinnmilben Trockenheit bevorzugen.
  • Befallene Bereiche mit Wasser abspritzen, um die Milben zu entfernen.
  • Bei schwererem Befall können mit Milben bekämpfende Präparate eingesetzt werden.

Wurzelfäule

Beschreibung: Zu viel Nässe kann zu Wurzelfäule führen, die sich durch verfärbte und welkende Pflanzen äußert, da die Wurzeln geschädigt sind und keine Nährstoffe mehr aufnehmen können.

Vorbeugung:

  • Gute Drainage sicherstellen.
  • Bewässerung der Pflanzen kontrollieren und Staunässe vermeiden.
  • Ggf. Pflanzen in einen besser drainierten Boden umsetzen.

Allgemeine Vorbeugung

Generell können viele Krankheiten und Schädlinge durch eine gesunde Pflanze, die unter optimalen Bedingungen wächst, vermieden werden. Dazu gehört die Wahl des passenden Standorts, eine angemessene Wasserversorgung und eine ausgewogene Düngung zur Stärkung der Pflanze. Ebenfalls sollten Pflanzen regelmäßig auf Anzeichen von Krankheiten und Schädlingen kontrolliert werden, um frühzeitig reagieren zu können. Regelmäßiges Ausdünnen der Pflanzen erhöht die Luftzirkulation und reduziert das Risiko eines Schädlingsbefalls oder des Auftretens von Pilzkrankheiten.

Verwendung

Es eignet sich hervorragend für gemischte Beete, als Heckenpflanze oder für die Begrünung von Böschungen. Auch in Steingärten oder als Kübelpflanze macht es eine gute Figur.

Synonyme

Zu den Synonymen zählen unter anderem Potentilla fruticosa und Potentilla floribunda.

Giftigkeit

Das Strauch-Fingerkraut ist nicht giftig und daher unproblematisch bei der Verwendung in Gärten mit Kindern oder Haustieren.

Pflege

Insgesamt ist das Strauch-Fingerkraut als anspruchslos zu betrachten. Regelmäßige Wassergaben, vor allem in Trockenperioden, und eine gelegentliche Düngung fördern ein üppiges Wachstum.

Liste der Begleitpflanzen

Potentilla fruticosa oder auch Dasiphora fruticosa genannt ist ein beliebter Zierstrauch, der oft in Gärten wegen seiner langen Blütezeit und Pflegeleichtigkeit verwendet wird. Dieser Strauch bildet leuchtende gelbe Blüten von Frühling bis Herbst und hat einen kompakten, buschigen Wuchs.

Bei der Auswahl von Begleitpflanzen sollte man auf Pflanzen setzen, die ähnliche Standortbedingungen bevorzugen. Das Glückskraut bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und gut durchlässige Böden, kommt aber auch mit weniger fruchtbaren Böden zurecht.

Hier sind einige Pflanzen, die gut als Begleiter für Strauch-Fingerkraut geeignet sein könnten:

  1. Stauden:
  • Salbei (Salvia): Viele Salbeiarten lieben sonnige Standorte und bringen mit ihren Blüten Farbe in den Garten.
  • Rittersporn (Delphinium): Zu einem früheren Zeitpunkt im Jahr für Höhenakzente sorgen.
  1. Gräser:
  • Blauschwingel (Festuca glauca): Mit seiner blaugrauen Farbe ein schöner Kontrast zum grünen Laub des Fingerkrauts.
  1. Zwergsträucher:
  • Kleinblättrige Gartenspieren (Spiraea japonica ‚Little Princess‘): Eine Zwergspiere könnte auch gut in der Nähe gepflanzt werden.
  1. Bodendecker:
  • Immergrün (Vinca): Bodendeckende Pflanze, die auch schattigere Bereiche unter dem Fingerkraut ausfüllen kann.

Beim Kombinieren von Pflanzen um das Strauch-Fingerkraut herum ist es auch wichtig, Blütezeiten zu berücksichtigen, um über das ganze Jahr hinweg Farbe im Garten zu haben. Ebenso sollte man darauf achten, dass die gewählten Pflanzen in Sachen Wasserbedarf und Bodenvorlieben kompatibel sind, um Konkurrenz um Ressourcen zu vermeiden.

Pflanzenfamilie

Das Strauch-Fingerkraut gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae), die für ihre vielfältigen und oft ästhetisch ansprechenden Arten bekannt ist.

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  • Der Gemeine Fingerstrauch bildet gelbe Blüten von Juni bis Oktober. Die Blüten sind radförmig.
  • Gemeiner Fingerstrauch erreicht gewöhnlich eine Höhe von 60 - 80 cm. In der Regel wächst er 10 - 40 cm pro Jahr. Habitus: Kleinstrauch.
  • Gedeiht optimal in normalem Gartenboden in sonniger bis halbschattiger Lage.
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  • Der Gemeine Fingerstrauch bildet rote Blüten von Juni bis Oktober. Die Blüten sind radförmig.
  • Gemeiner Fingerstrauch erreicht gewöhnlich eine Höhe von 60 - 80 cm. In der Regel wächst er 10 - 40 cm pro Jahr. Habitus: Kleinstrauch.
  • Der Gemeine Fingerstrauch weist eine gute Frosthärte auf.

Letzte Aktualisierung am 24.07.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API