Die Pilea peperomioides, auch bekannt als Chinesische Geldpflanze, Missionarspflanze, Bauchnabelpflanze, Ufopflanze oder Pancake Plant, ist eine charmante grüne Bereicherung für jede Sammlung von Zimmerpflanzen. Ihre Popularität in der Pflanzenwelt verdankt sie nicht nur ihrem einzigartigen Aussehen, sondern auch ihrer interessanten Herkunft und kulturellen Bedeutung.

Ursprünge und Entdeckung

Das Gewächs stammt ursprünglich aus den südwestlichen Provinzen Chinas, wo sie an schattigen und feuchten Orten in den Bergregionen wächst. Obwohl sie in ihrer Heimatregion schon lange bekannt war, wurde sie erst im frühen 20. Jahrhundert dem Rest der Welt vorgestellt.

Die Geschichte der Pflanze im Westen begann 1946, als der norwegische Missionar Agnar Espegren sie in Yunnan, China, entdeckte und Stecklinge der Pflanze nach Europa brachte. Espegren verteilte Stecklinge an Freunde und Familie, und von dort aus verbreitete sich die Pflanze langsam durch Stecklingsaustausch in ganz Skandinavien.

Trotz ihrer Präsenz in Europa blieb die Missionarspflanze im kommerziellen Gärtnereiwesen relativ unbekannt, da sie hauptsächlich privat weitergegeben wurde. Ihre wissenschaftliche Einordnung blieb ebenfalls lange Zeit ein Rätsel und wurde erst 1984 offiziell festgelegt.

Beliebtheit und Kultur

In den folgenden Jahrzehnten gewann das Gewächs langsam an Popularität, besonders aber in den 2010er Jahren, als Bilder der Pflanze in sozialen Medien viral gingen. Heute ist die Bauchnabelpflanze eine der meistfotografierten Zimmerpflanzen auf Plattformen wie Instagram und Pinterest, was zu ihrer weltweiten Beliebtheit beigetragen hat.

Wuchs

Pilea peperomioides entwickelt eine kompakte, aufrechte Wuchsform und erreicht in Innenräumen typischerweise eine Höhe von etwa 30 cm. Einzelne Pflanzen können bei optimalen Bedingungen auch größer werden. Die Stängel sind grün und leicht fleischig, die Blattstellung ist wechselständig.

Aussäen und Einpflanzen

Das Aussäen von Pilea peperomioides ist eher unüblich, da die Vermehrung vornehmlich über Stecklinge erfolgt. Bei Bedarf kann die Aussaat in einer Mischung aus Anzuchterde und Perlit stattfinden. Die Samen müssen warm, feucht und hell, aber nicht in direkter Sonne gehalten werden, bis die Keimung erfolgt.

Vermehrungsmöglichkeiten

Ableger (Kindel)

Die einfachste Methode, Pilea peperomioides zu vermehren, ist die Verwendung von Ablegern, die direkt an der Mutterpflanze wachsen:

  1. Ableger auswählen: Wählen Sie einen gesunden Ableger, der bereits eigene Wurzeln gebildet hat.
  1. Trennen: Trennen Sie den Ableger vorsichtig von der Mutterpflanze mit einem sauberen Messer oder einer Schere.
  1. Einsetzen: Setzen Sie den abgetrennten Ableger in einen kleinen Topf mit frischer, feuchter Erde.
  1. Anwurzeln lassen: Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht, aber nicht nass, um die Wurzelbildung zu unterstützen.

Stecklinge

Alternativ können Sie auch Kopfstecklinge zur Vermehrung nutzen:

  1. Steckling schneiden: Schneiden Sie einen gesunden Trieb knapp unterhalb eines Blattknotens ab.
  1. Wasser oder Erde: Platzieren Sie den Steckling entweder in ein Glas mit Wasser, bis sich Wurzeln bilden, oder pflanzen Sie ihn direkt in feuchte Erde.
  1. Pflege: Sorgen Sie für konstante Feuchtigkeit und vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung, bis sich das neue Wurzelsystem entwickelt hat.

In beiden Fällen ist Geduld gefragt, denn es kann einige Wochen dauern, bis der Ableger oder Steckling genügend Wurzeln gebildet hat, um als eigenständige Pflanze zu gedeihen.

Mit angemessener Pflege und unter den richtigen Bedingungen wird Ihre Ufopflanze nicht nur gedeihen, sondern auch neue Pflanzen zur Erweiterung Ihrer grünen Sammlung oder zum Verschenken an Freunde und Familie hervorbringen

Blätter

Die charakteristischen Blätter sind hellgrün, rund bis leicht oval und haben einen Durchmesser von bis zu 10 cm. Ihre markante, münzenähnliche Form hat ihr auch den Namen „Pfannkuchenpflanze“ eingebracht.

Blütezeit

Das Gewächs blüht nur selten, und wenn, dann meist unauffällig. Die kleinen grünlichen Blüten sind meist einfache Strukturen und für die dekorative Haltung der Pflanze von geringer Bedeutung.

Standort

Der ideale Standort für die Pilea peperomioides ist hell, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung. Ideal sind Ost- oder Westfenster, wo die Pflanze sanftes, gefiltertes Licht empfängt. Zu viel direktes Sonnenlicht kann die Blätter verbrennen.

Bodendecker

Als Bodendecker ist Pilea peperomioides weniger gebräuchlich, denn sie tendiert dazu, in die Höhe zu wachsen statt sich flächig auszubreiten. Für eine Bodendeckerfunktion gibt es andere Pflanzenarten, die besser geeignet sind.

Wurzelsystem

Das Wurzelsystem der Pilea ist relativ flach und fein. Daher sind auch flachere Gefäße meist ausreichend, um der Pflanze genug Platz zum Wachsen zu bieten.

Boden & pH-Wert

Ein gut drainierter, humoser und nährstoffreicher Boden ist ideal. Der pH-Wert sollte leicht sauer bis neutral sein. Spezielle Erde für Zimmerpflanzen oder eine Mischung aus Erde, Sand und Perlite fördert eine gute Gesundheit der Pflanze.

Wasserbedarf

Die Pilea bevorzugt eine konstant feuchte, aber nicht nasse Erde. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da sonst die Gefahr von Wurzelfäule besteht. Im Sommer kann die Wassergabe etwas erhöht werden, im Winter sollte sie reduziert werden.

Beschneiden

Ein regelmäßiges Beschneiden ist nicht notwendig. Entfernen Sie lediglich abgestorbene oder beschädigte Blätter, um die Pflanze gesund und attraktiv zu halten.

Umtopfen

Umtopfen sollte erfolgen, wenn die Pflanze ihr Gefäß ausfüllt, typischerweise alle ein bis zwei Jahre. Dabei sollte ein neuer Topf gewählt werden, der nur unwesentlich größer ist als der vorherige.

Frosthärte

Die Pilea peperomioides ist nicht frosthart und sollte Temperaturen unter 10°C vermeiden. Sie eignet sich daher vornehmlich als Zimmerpflanze oder während der warmen Monate als Teil einer geschützten Balkonbepflanzung.

Krankheiten & Schädlinge

Pilea peperomioides ist im Allgemeinen eine robuste Zimmerpflanze, kann aber gelegentlich von Krankheiten und Schädlingen betroffen sein, die ihre Gesundheit und ihr Aussehen beeinträchtigen.

Schädlinge

Unter den Schädlingen sind Blattläuse und Spinnmilben die häufigsten Plagen, die sich an den saftigen Trieben und Blättern zu schaffen machen. Blattläuse sammeln sich oft auf der Unterseite der Blätter an und können durch ihre Saugtätigkeit zu einer Verkrümmung der Blätter führen. Spinnmilben hingegen sind daran erkennbar, dass sie feine Gespinste auf den Blättern hinterlassen und bei starkem Befall die Blätter gelblich verfärben oder sogar zum Absterben bringen können.

Zur Bekämpfung beider Schädlinge kann ein Befall frühzeitig durch regelmäßiges Besprühen der Blätter mit Wasser verhindert oder verringert werden, denn beide Schädlinge bevorzugen trockene Bedingungen. Bei sichtbarem Befall helfen oft Insektizide auf natürlicher Basis oder die Behandlung mit Neemöl.

Krankheiten

Bezüglich der Krankheiten ist Wurzelfäule eine häufige Erscheinung, die durch übermäßige Wassergaben und schlechte Drainage verursacht wird. Die Blätter fangen an zu welken und die Pflanze verliert ihre Standfestigkeit. Um dies zu vermeiden, sollte darauf geachtet werden, dass die Erde zwischen den Bewässerungen leicht antrocknen kann.

Botrytis oder Grauschimmel ist eine weitere Krankheit, die in feuchten, schlecht belüfteten Bedingungen gedeiht und sich als graue, faserige Beläge auf den Blättern manifestiert. Bei ersten Anzeichen sollten befallene Teile entfernt werden und die Pflanze besser belüftet und trockener gehalten werden.

Um gesundheitlichen Problemen vorzubeugen, ist es wichtig, dass die Bauchnabelpflanze unter den richtigen Bedingungen mit angemessener Luftfeuchtigkeit, Licht und regelmäßiger, aber maßvoller Bewässerung gepflegt wird. Generell lässt sich sagen, dass eine gut gepflegte Pilea weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge ist.

Verwendung

Die Pilea peperomioides wird überwiegend als dekorative Zimmerpflanze genutzt.

Synonyme

Häufige Synonyme oder volkstümliche Namen sind unter anderem Glückstaler, Chinesischer Geldbaum, UFO-Pflanze oder Missionarspflanze.

Giftigkeit

Diese Pflanze ist nicht toxisch und gilt als sicher für Haustiere und Kinder.

Pflege

Die Pilea peperomioides erfordert eine moderate Pflege:

  • Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht, vermeiden Sie aber Staunässe.
  • Stellen Sie die Pflanze an einen hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung.
  • Düngen Sie etwa alle vier Wochen während der Wachstumsperiode.

Reinigen

Halten Sie die Blätter sauber, indem Sie sie regelmäßig mit einem feuchten Tuch abwischen. Dies verhindert das Ansammeln von Staub und erhält die Pflanzengesundheit.

Düngung

Düngen Sie Ihre Pilea etwa einmal im Monat während der Wachstumsphase im Frühling und Sommer mit flüssigem Zimmerpflanzendünger. Im Winter können Sie auf Dünger verzichten.

Luftfeuchtigkeit

Diese Pflanze bevorzugt eine moderate Luftfeuchtigkeit. Stellen Sie sie weg von Zugluft oder Heizungsluft, um Austrocknung zu vermeiden.

Begleitpflanzen

Chinesische Geldpflanze oder Ufopflanze, ist pflegeleicht und kann mit einer Vielzahl von anderen Zimmerpflanzen kombiniert werden. Um ein ästhetisch ansprechendes und gesundes Pflanzenumfeld zu gestalten, können folgende Begleitpflanzen in Betracht gezogen werden:

  1. Sansevieria (Schwiegermutterzunge) – Sie ist anspruchslos und verträgt ähnliche Lichtverhältnisse wie Pilea peperomioides.
  1. Zamioculcas zamiifolia (Glücksfeder) – Sie ist ebenfalls pflegeleicht und kann in ähnlicher Umgebung wie die Pilea gedeihen.
  1. Farnarten – zum Beispiel der Nestfarn (Asplenium nidus), passt gut in die Umgebung der Pilea, insbesondere wenn Sie eine hohe Luftfeuchtigkeit und ein wenig Schatten beibehalten möchten.
  1. Spathiphyllum (Friedenslilie) – Diese Pflanze bevorzugt ähnliche Lichtbedingungen und hilft dabei, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
  1. Epipremnum aureum (Efeutute) – Eine hängende Pflanze, die gut mit der aufrechten Wuchsform der Pilea harmoniert.
  1. Fittonia (Mosaikpflanze oder Nervenpflanze) – Eine Pflanze mit attraktiven Blattmustern, die gut in Schattenbereichen gedeiht und niedrige Lichtbedingungen toleriert.
  1. Haworthia – Eine sukkulente Pflanze, die ähnlich wie die Pilea indirektes Licht bevorzugt.
  1. Peperomia-Arten – Mit ihrem vielfältigen Erscheinungsbild und vergleichbaren Ansprüchen an die Umweltbedingungen passen diese gut zur Pilea peperomioides.
  1. Calathea-Arten (Korbmaranten) – Sie lieben ebenfalls indirektes Licht und erhöhte Luftfeuchtigkeit, was sie zu guten Nachbarn für die Pilea macht.
  1. Aspidistra (Schusterpalme) – Diese robuste Pflanze kann in ähnlichen Lichtverhältnissen wie die Pilea wachsen und gedeihen.
  1. Tradescantia (Dreimasterblume) – Bekannt für ihre farbenfrohen Blätter und ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedene Lichtverhältnisse.
  1. Aglaonema (Kolbenfaden) – Mit ihrer Toleranz für niedriges Licht und ihre luftreinigenden Eigenschaften ist sie eine gute Ergänzung.

Beim Zusammenstellen von Begleitpflanzen ist es wichtig, darauf zu achten, dass alle Pflanzen ähnliche Bedürfnisse hinsichtlich Wasser, Licht und Luftfeuchtigkeit haben, um die Pflege zu erleichtern und ein harmonisches Zusammenspiel zu gewährleisten.

Pflanzenfamilie

Die Pilea peperomioides gehört zur Familie der Urticaceae, der Brennnesselgewächse.

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