Die Robinie, auch als Scheinakazie bekannt, ist ein schnellwachsender Laubbaum aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, ist sie mittlerweile ein beliebter Zier- und Nutzbaum in vielen Teilen der Welt. Mit ihrer beeindruckenden Wuchshöhe, dichten Krone und den charakteristischen, gefiederten Blättern prägt sie das Bild vieler Parks und Straßen. Besonders geschätzt wird die Pflanze für ihre duftenden, weißen Blüten, die in hängenden Trauben erscheinen und vielen Insekten als Nektarquelle dienen. Trotz ihrer Schönheit ist sie jedoch auch als invasiv bekannt und sollte mit Bedacht gepflanzt werden.

Wuchs

Die Robinie kann eine Wuchshöhe von 15 bis 25 Metern erreichen und zeichnet sich durch ein schnelles Wachstum, insbesondere in den jungen Jahren, aus. Sie entwickelt eine tiefe Pfahlwurzel und ein weitreichendes Wurzelsystem, was sie stabil macht und eine gute Dürretoleranz verleiht.

Aussäen und Einpflanzen

Das Aussäen von Samen erfolgt idealerweise im Herbst direkt nach der Samenreife oder im Frühjahr nach einer Kältebehandlung (Stratifikation) im Winter. Jungpflanzen sollten im Frühjahr oder Herbst gepflanzt werden, wobei ein sonniger Standort und genügend Platz für die Entwicklung gewährleistet sein müssen.

Blätter

Die Blätter sind wechselständig, ungefähr 20 bis 30 Zentimeter lang und bestehen aus 9 bis 19 ovalen bis lanzettlichen Fiederblättchen. Sie sind auf der Oberseite dunkelgrün und unterseits heller mit feinen Härchen.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juni. Die beeindruckenden, intensiv duftenden Blütentrauben können bis zu 20 Zentimeter lang werden.

Standort

Für ein optimales Wachstum bevorzugt das Gewächs sonnige bis halbschattige Standorte. Als lichtliebender Baum gedeiht sie nicht gut im tiefen Schatten.

Boden & PH-Wert

Der Baum ist anspruchslos bezüglich des Bodentyps, bevorzugt aber gut durchlässige, kalkhaltige und nicht zu nährstoffreiche Böden. Er toleriert sowohl saure als auch alkalische pH-Werte.

Wasserbedarf

Nachdem die Pflanze gut angewachsen ist, kommt sie mit Trockenperioden zurecht und hat einen geringen bis mäßigen Wasserbedarf.

Beschneiden

Regelmäßige Schnittmaßnahmen sind in der Regel nicht erforderlich. Totholz, beschädigte Äste und störende Triebe können jedoch entfernt werden.

Umtopfen

Sofern die Robinie als Kübelpflanze gehalten wird, sollte sie bei Bedarf umgetopft werden. Im jungen Alter ist das Umtopfen alle paar Jahre sinnvoll.

Frosthärte

Die Robinie ist sehr frosthart und übersteht auch strenge Winter ohne Probleme.

Krankheiten

Obwohl robust, kann sie von Blattläusen, dem Robinien-Zünsler oder Pilzkrankheiten wie der Stammfäule befallen werden.

Verwendung

Die Robinie wird aufgrund ihrer Härte und Widerstandsfähigkeit geschätzt und sowohl für Zierzwecke als auch in der Holzproduktion eingesetzt. Ihr Holz gilt als äußerst beständig und wird zum Beispiel für Möbel, Zaunpfähle und Terrassenbeläge verwendet.

Synonyme

Einige gebräuchliche Synonyme sind Scheinakazie, Weiße Akazie oder Silberregen.

Giftig

Alle Pflanzenteile, insbesondere die Rinde und Samen, sind giftig und können bei Verzehr zu Gesundheitsproblemen führen.

Pflege

In der Pflege ist sie dank ihrer Anpassungsfähigkeit und Robustheit eher genügsam. Wichtig ist vor allem ein sonniger Standort und die Vermeidung von Staunässe.

Liste Begleitpflanzen

Beim Anlegen eines Begleitpflanzenschemas für Schwarze Robinie (Robinia pseudoacacia) ist es wichtig, Arten auszuwählen, die mit den spezifischen Bedingungen zurechtkommen, welche die Schwarze Robinie schafft: Stickstoffreiche Böden aufgrund ihrer Fähigkeit zur Stickstofffixierung, schnelles Wachstum, das Schatten schafft, und eine dichte Wurzelstruktur. Die folgende Liste enthält eine Auswahl an Pflanzen, die als geeignete Begleiter angesehen werden können.

  1. Staudenknöterich (Fallopia japonica): Eine Art, die Schatten vertragen kann und in der Lage ist, sich in den von der Robinie veränderten Böden zu etablieren.
  1. Große Brennnessel (Urtica dioica): Eine stickstoffliebende Pflanze, die gut in der Nähe von stickstofffixierenden Bäumen gedeiht.
  1. Gemeiner Beinwell (Symphytum officinale): Profitiert von den stickstoffreichen Böden und kann teilweise Beschattung tolerieren.
  1. Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris): Eine Art, die in Wäldern oder Waldrändern vorkommt und somit in das Ökosystem passt, das eine erwachsene Robinie bieten kann.
  1. Gewöhnlicher Schneeball (Viburnum opulus): Ein einheimischer Strauch, der sich gut unter Bäumen etablieren kann und von Wildtieren geschätzt wird.
  1. Echte Goldrute (Solidago virgaurea): Diese Wildblume kommt in naturähnlichen Umgebungen gut zurecht und unterstützt die Biodiversität.
  1. Einheimische Gräser wie Rotes Straußgras (Agrostis capillaris) oder Wiesen-Rispengras (Poa pratensis): Diese können im Unterwuchs eines Robinien-Hains wachsen und bieten Lebensraum für Insekten und Kleintiere.

Bitte beachten Sie, dass sowohl die Schwarze Robinie als auch der Staudenknöterich (Fallopia japonica) in einigen Regionen als invasiv gelten und sich nachteilig auf lokale Ökosysteme auswirken können. Es ist ratsam, lokale Experten zu konsultieren und sich an die geltenden Umweltgesetze und -richtlinien zu halten, bevor Sie entscheiden, welche Pflanzen Sie anbauen möchten.

Checken Sie auch, dass sich bei der Wahl der Pflanzen keine invasiven oder zum Schaden der Umgebung werden können. Die vorgeschlagenen Pflanzen sind beispielhaft und ihre Eignung hängt stark von den lokalen Gegebenheiten und Klimabedingungen ab.

Pflanzenfamilie

Die Robinie gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae), die durch ihre Schmetterlingsblüten und Hülsenfrüchte charakterisiert ist.

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Ribes nigrum
Ribes rubrum
Ribes uva-crispa
Ricinus communis (Rizinusbaum)
Rio-Grande-Abutilon (Abutilon megapotamicum)
Riemenblatt ( Klivie)
Rippenfarn ( Blechnum spicant)
Ritterstern (Hippeastrum vittatum)

Letzte Aktualisierung am 25.04.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API