Wiesenklee, botanisch als Trifolium pratense bekannt, ist eine weitverbreitete und vielgestaltige Pflanzenart, die in Wiesen und auf Weiden zu finden ist. Dieser mehrjährige Klee zeichnet sich durch seine dreiteiligen, oft weiß oder hellgrün markierten Blätter und seine abgerundeten, rosafarbenen bis purpurroten Blüten aus, die im Frühjahr und Sommer in Erscheinung treten. Wegen seines Nährstoffreichtums und seiner Fähigkeit, Stickstoff zu fixieren, ist er sowohl in der Landwirtschaft als auch in der Gartengestaltung von großer Bedeutung.

Sorten

Es gibt verschiedene Sorten des Wiesenklee, die sich in Größe, Blütenfarbe und Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Umweltbedingungen unterscheiden. Einige beliebte Sorten sind der ‚Kenland‘ und der ‚Mammoth‘ Wiesenklee. Diese Sorten variieren in der Resistenz gegen Trockenheit und Kälte.

Wuchs

Wiesenklee wird in der Regel 20 bis 80 Zentimeter hoch. Er bildet aufrechte oder aufsteigende Stängel, aus denen die charakteristischen dreiteiligen Blätter und runden Blütenköpfe entspringen.

Pflanzung

Die Pflanzung erfolgt üblicherweise im Frühjahr oder Herbst. Dabei wird das Saatgut auf vorbereiteten Boden ausgestreut und leicht eingearbeitet. Für eine erfolgreiche Anzucht sollte der Boden feinkrümelig und gut durchlässig sein.

Vermehrungsmöglichkeiten

Wiesenklee lässt sich durch direkte Aussaat oder über die Teilung erwachsener Pflanzen vermehren. Ferner hat Wiesenklee die Fähigkeit zur Selbstaussaat, was eine natürliche Vermehrung ermöglicht.

Blätter

Die Blätter sind charakteristisch dreiteilig (trifoliate), mit jedem Blattteil oval bis elliptisch geformt. Oft weisen sie eine helle, V-förmige Markierung auf.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis September, wobei die Hauptblütezeit in den Frühsommermonaten liegt.

Standort

Für optimales Wachstum braucht der Klee einen sonnigen bis halbschattigen Standort.

Bodendecker

Als Bodendecker eignet sich der Wiesenklee hervorragend, da er mit seinen Ausläufern den Boden bedeckt und dicht wachsen kann, was Erosion vorbeugt.

Wurzelsystem

Es bildet ein tiefes Wurzelsystem aus, das wesentlich zur Bodenverbesserung beiträgt, indem es die Durchlässigkeit erhöht und Stickstoff im Boden fixiert.

Boden & PH-Wert

Der ideale Boden für Wiesenklee ist gut durchlässig und reich an organischem Material. Der pH-Wert sollte zwischen 6,0 und 7,0 liegen, leicht saure bis neutrale Böden sind am besten geeignet.

Wasserbedarf

Der Wasserbedarf des Wiesenklee ist mäßig. Nach der Etablierung ist die Pflanze relativ trockenheitstolerant, benötigt aber in Trockenperioden zusätzliche Wasserzufuhr.

Beschneiden

Ein regelmäßiges Mähen oder Beweiden fördert ein dichteres Wachstum und die Bildung von neuen Blüten, ist aber für die Pflanze nicht essenziell.

Umtopfen

Beim Anbau in Kübeln oder Pflanzgefäßen kann ein Umtopfen erforderlich sein, wenn die Pflanze zu groß für den Topf geworden ist oder der Nährstoffgehalt des Bodens erschöpft ist.

Frosthärte

Wiesenklee ist generell frostresistent und übersteht auch kältere Winter.

Krankheiten & Schädlinge

Zu den Hauptproblemen können Fadenwürmer (Nematoden), Rostpilze und Blattläuse gehören. Regelmäßige Kontrolle und biologische Bekämpfung helfen, diese Probleme in Schach zu halten.

Synonyme

Einige bekannte Synonyme für Trifolium pratense sind Rotklee oder Wiesenrotklee.

Giftigkeit

Der Wiesenklee ist für Menschen nicht giftig, sollte aber in großen Mengen vermieden werden, da er zu Verdauungsproblemen führen kann. Für einige Tiere, insbesondere Pferde und Rinder, kann der Klee bei übermäßiger Aufnahme problematisch sein.

Pflege

Die Pflege von Wiesenklee umfasst das gelegentliche Wasser geben bei Trockenheit, das Mähen oder Beweiden zur Förderung neuer Blüten und das Düngen mit Kompost oder anderem organischen Material.

Liste Begleitpflanzen

Gräser

  • Wiesenrispengras (Poa pratensis): Als robuste Grasart bildet es mit Wiesenklee eine natürliche Wiesenlandschaft und ist ebenfalls trockenheitsresistent.
  • Rotschwingel (Festuca rubra): Dieses Gras ergänzt den Klee gut durch seine feinen Halme und seine Toleranz gegenüber verschiedenen Bodentypen.

Blühende Wildpflanzen

  • Margeriten (Leucanthemum vulgare): Ihre strahlend weißen Blüten heben sich schön gegen den rosaroten Klee ab und bieten eine längere Blühzeit.
  • Glockenblume (Campanula spp.): Mit ihren charmanten, glockenförmigen Blüten bringen sie zusätzliche Formen und Farben in das Pflanzenensemble.
  • Schafgarbe (Achillea millefolium): Sie versorgt mit ihren weißen oder rosa Blütenständen Insekten mit Nektar und Pollen, während der Klee die Bodenqualität verbessert.

Kräuter

Futterpflanzen

  • Luzerne (Medicago sativa): Sie ist eine weitere Futterpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler und eine gute Partnerin für Klee, da auch sie Stickstoff binden kann.

Insektenfördernde Stauden

  • Sonnenhut (Echinacea spp.): Dieser ist nicht nur für sein auffälliges Aussehen bekannt, sondern auch für seine anziehende Wirkung auf Schmetterlinge und Bienen.

Leguminosen

  • Esparsette (Onobrychis viciifolia): Eine weitere Leguminose, die gut mit dem Klee harmoniert und ebenfalls die Bodenfruchtbarkeit fördert.

Diese Begleitpflanzen ergänzen nicht nur den Wiesenklee in ästhetischer Hinsicht, sondern unterstützen auch ökologische Funktionen wie Biodiversität, Nährstoffkreisläufe und die Anziehung von Bestäubern. Eine solche Pflanzengemeinschaft trägt zur Schaffung eines gesunden und nachhaltigen Ökosystems bei.

Pflanzenfamilie

Wiesenklee gehört zur Familie der Fabaceae (Hülsenfrüchtler), die für ihre Fähigkeit, Stickstoff aus der Luft zu binden, bekannt ist.

Verwendung in verschiedenen Umgebungen oder Branchen

In der Landwirtschaft wird er als Futterpflanze und Gründünger geschätzt. Im Gartenbau dient er als Bodendecker und Stickstofffixierer, der die Bodenqualität verbessern kann. In der ökologischen Landwirtschaft findet er als Zwischenfrucht Anwendung, um den Boden auf natürliche Weise anzureichern.

Der ökologische Nutzen für Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber.

Wiesenklee sind nicht nur wichtig für eine farbenfrohe und nachhaltige Umgebung, sondern auch für die Bestäubung von Pflanzen. Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber können von den Blüten des Wiesenklees profitieren und somit zur Erhaltung der natürlichen Artenvielfalt beitragen. Durch das Aussäen von Wiesenklee-Samen kann man also nicht nur seine Umgebung verschönern, sondern auch einen Beitrag zum Schutz der Natur leisten. Die ökologischen Vorteile dieser Pflanze reichen aber noch weiter: Durch ihre tiefreichenden Wurzeln verbessert sie auch die Bodenstruktur und kann so Erosion entgegenwirken. Zudem ist sie äußerst pflegeleicht und benötigt keine aufwendige Betreuung wie beispielsweise ein Rasen. Der Einsatz dieses Gewächses ist somit eine sinnvolle Entscheidung für jeden, der sich für eine nachhaltige Umgebung engagieren möchte.

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