Die Seidenpflanzen (Asclepias), nicht zu verwechseln mit den eigentlichen Seidenblumen, gehören zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae) und umfassen etwa 200 Arten. Ursprünglich stammen sie aus Nord- und Südamerika und erfreuen sich wegen ihrer attraktiven und teilweise exotisch wirkenden Blüten großer Beliebtheit. Die bekannteste Art ist die Schmetterlingsblume (Asclepias tuberosa), welche häufig in Gärten anzutreffen ist. Neben ihrer ästhetischen Bedeutung sind Seidenpflanzen auch ökologisch wertvoll, denn sie dienen als Nahrungsquelle für viele Insekten, insbesondere für Monarchfalter, deren Raupen ausschließlich an diesen Pflanzen fressen.

Wuchs

Seidenpflanzen können als krautige Pflanzen, Sträucher oder Halbsträucher vorkommen. Sie erreichen typischerweise eine Wuchshöhe von 60 bis 120 Zentimetern. Die Wuchsform ist aufrecht und buschig, wobei einige Arten auch kriechend oder kletternd wachsen können.

Aussäen und Einpflanzen

Die Aussaat kann ab März im Haus in Anzuchterde erfolgen. Dabei sollte man die Samen leicht mit Erde bedecken, da sie Dunkelkeimer sind. Die Bodentemperatur sollte zum Keimen bei etwa 20°C liegen. Die Setzlinge können nach den letzten Frösten, ab Mitte Mai, ins Freie gepflanzt werden. Dabei ist ein Pflanzabstand von etwa 50 cm zu empfehlen, da die Pflanzen Platz für ihr Wachstum benötigen.

Samenvermehrung

Die Seidenpflanze lässt sich durch Samen vermehren, welche häufig im Herbst nach der Blütezeit reifen. Die Vermehrung aus Samen kann folgendermaßen durchgeführt werden:

  1. Ernten: Samenkapseln der Seidenpflanze ernten, sobald sie beginnen, sich zu öffnen, aber bevor die Samen vom Wind verstreut werden.
  1. Samen trocknen: Die Samen aus den Kapseln entnehmen und trocknen lassen.
  1. Aussaat: Die Samen können direkt nach der Ernte ausgesät werden, für eine Frühjahrsaussaat sollten sie stratifiziert werden – das heißt, man simuliert eine Kälteperiode, um die Keimfähigkeit zu steigern. Dies kann durch Lagerung der Samen für einige Wochen im Kühlschrank erfolgen.
  1. Keimung: Die Samen in Anzuchterde ausbringen und leicht bedecken, da sie Dunkelkeimer sind. Anschließend an einen warmen Ort stellen und gleichmäßig feucht halten.

Die Keimung kann einige Wochen dauern, abhängig von der Art und den Keimungsbedingungen.

Stecklingsvermehrung

Neben der Samenvermehrung ist es auch möglich, diese Gewächse über Stecklinge zu vermehren, allerdings ist diese Methode seltener und kann etwas schwieriger sein, da es eine sorgfältige Handhabung und Überwachung der Feuchtigkeitsbedingungen erfordert. Hier ist das Vorgehen:

  1. Stecklinge schneiden: Im Frühjahr oder Frühsommer, wenn die Pflanze aktives Wachstum zeigt, nicht verholzte Triebspitzen mit mehreren Blattachseln abschneiden.
  1. Vorbereitung: Die unteren Blätter entfernen, sodass nur ein paar Blätter am oberen Ende des Stecklings verbleiben.
  1. Bewurzelung: Die Schnittstelle der Stecklinge in Bewurzelungshormon tauchen und anschließend in ein Gefäß mit Anzuchterde oder einem anderen substratähnlichen Vermiculit setzen.
  1. Pflege: Das Pflanzgefäß in eine Plastiktüte stellen oder mit einer klaren Plastikhaube abdecken, um ein feuchtes Klima zu schaffen. An einen hellen, aber nicht sonnendurchfluteten Ort bei moderaten Temperaturen stellen.
  1. Anwurzeln: Die Erde gleichmäßig feucht halten und auf Anzeichen von Wurzelbildung achten, was einige Wochen dauern kann.

Teilung

Einige Seidenpflanzen, insbesondere jene mit einem ausladenden Wurzelsystem oder Rhizomen, können auch durch Teilung vermehrt werden. Dies geschieht in der Regel im Frühjahr oder Herbst:

  1. Ausgrabung: Die Mutterpflanze vorsichtig ausgraben und den Wurzelballen freilegen.
  1. Teilung: Den Wurzelballen mit einem scharfen Spaten oder Messer in mehrere Teile teilen, wobei darauf geachtet werden sollte, dass jeder Teil ausreichend Wurzeln und einige Triebe oder Augen hat.
  1. Einpflanzung: Die geteilten Stücke dann in vorbereitete Pflanzlöcher setzen und gut angießen, um die Anwuchsbedingungen zu fördern.

Alle Vermehrungsmethoden erfordern Geduld und die richtigen Anbaubedingungen, um erfolgreich zu sein. Aufgrund der Giftigkeit der Pflanze sollten bei der Handhabung Schutzmaßnahmen wie das Tragen von Handschuhen nicht vergessen werden.

Blätter

Die Laubblätter sind meist oval bis lanzettlich geformt und stehen häufig paarweise gegenständig. Die Blätter haben eine auffallend dicke und feste Struktur sowie eine intensive grüne Farbe.

Blütezeit

Die Blütezeit reicht von Juni bis September. In diesem Zeitraum setzen die Pflanzen ihre auffallend schönen Blütenstände an, die bei vielen Arten in leuchtenden Farben erscheinen, häufig in Orange- und Rottönen.

Standort

Das Gewächs bevorzugt einen sonnigen und warmen Standort. Volle Sonneneinstrahlung fördert die prächtige Blütenbildung und stärkt die Pflanze.

Boden & PH-Wert

Seidenpflanzen sind anpassungsfähig bezüglich des Bodens und tolerieren sowohl leichte, sandige als auch schwere, lehmige Substrate. Der pH-Wert kann leicht sauer bis neutral sein.

Wasserbedarf

Trotz ihrer Vorliebe für sonnige Standorte vertragen Seidenpflanzen auch Trockenperioden und sind daher als relativ pflegeleichte und trockenresistente Pflanzen zu betrachten. Es ist wichtig, Staunässe zu vermeiden, um Wurzelfäule vorzubeugen.

Umtopfen

Bei in Kübeln gehaltenen Seidenpflanzen ist es ratsam, diese alle zwei bis drei Jahre umzutopfen oder zumindest die oberste Schicht des Substrats auszutauschen, um eine gute Nährstoffversorgung zu gewährleisten.

Frosthärte

Die meisten Arten sind nur mäßig frosthart. Daher sollten sie in Regionen mit starken Frösten entweder als Kübelpflanzen gehalten oder im Beet mit einer schützenden Mulchschicht bedeckt werden.

Krankheiten

Seidenpflanzen können von Rostkrankheiten und Blattflecken betroffen sein. In der Regel sind sie jedoch relativ widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Achten sollte man darauf, die Pflanze nicht zu überwässern, um Wurzelfäule zu vermeiden.

Verwendung

Seidenpflanzen sind sehr dekorativ und eignen sich hervorragend für Staudenbeete, als Solitärpflanze oder in Kombination mit anderen Sommerblühern. Darüber hinaus sind sie eine wichtige Futterquelle für Bestäuberinsekten und speziell für die Raupen des Monarchfalters.

Synonyme

Ein weiterer geläufiger Name für Asclepias spezies ist „Schmetterlingsblume“, nicht zu verwechseln mit der echten Schmetterlingsblume (Buddleja).

Giftig

Alle Teile der Seidenpflanze sind giftig, besonders der Milchsaft. Die Handhabung der Pflanze sollte daher mit Vorsicht und möglichst mit Handschuhen erfolgen.

Pflege

Um ein gutes Wachstum und eine reiche Blüte zu gewährleisten, benötigt die Seidenpflanze eine angepasste Pflege. Einige grundlegende Pflegemaßnahmen sind:

  • Standort: Wählen Sie einen sonnigen Standort, da die Pflanze viel Licht für ihre Entwicklung benötigt.
  • Gießen: Während der Wachstums- und Blüteperiode benötigt die Pflanze eine regelmäßige Wasserversorgung. Das Substrat sollte allerdings nicht dauerhaft nass sein; Staunässe muss vermieden werden. In trockeneren Perioden kann der Wasserbedarf steigen, wohingegen im Winter weniger gegossen werden sollte, vor allem wenn es sich um eine ausdauernde Pflanze handelt, die auch die kühle Jahreszeit im Freien verbringt.
  • Beschneiden: Entfernen Sie welke Blüten, um die Bildung neuer Blüten zu fördern und die Samenbildung zu verhindern, sofern dies nicht gewünscht ist. Ein jährlicher Rückschnitt im Frühjahr kann das buschige Wachstum anregen.
  • Überwinterung: In kälteren Regionen sollte die Pflanze mit einer Schutzschicht aus Mulch oder Laub bedeckt werden, um sie vor Frost zu schützen. Kübel- oder Topfpflanzen können in frostfreie Räume gebracht werden.

Düngung

Wie die meisten blühenden Gartenpflanzen profitiert auch die Seidenpflanze von einer geeigneten Düngung. Ein ausgewogener mineralischer Dünger oder ein organischer Volldünger kann den Nährstoffbedarf der Pflanze in der Wachstums- und Blütephase decken. Hier sind einige Tipps zur Düngung:

  • Düngerart: Es kann ein langsam wirkender Granulatdünger, Flüssigdünger oder Kompost verwendet werden. Organische Dünger wie Kompost fördern zusätzlich die Bodenstruktur und -gesundheit.
  • Häufigkeit: Während der Hauptwachstumszeit von Frühjahr bis zum Ende der Blütezeit, sollte die Seidenpflanze etwa alle 4-6 Wochen gedüngt werden. Verwenden Sie Flüssigdünger gemäß der Anleitung auf der Verpackung. Bei Verwendung von langsam freisetzendem Granulatdünger kann eine einmalige Anwendung im Frühjahr ausreichen.
  • Düngerstärke: Halten Sie sich an die empfohlene Dosierung, denn eine Überdüngung kann der Pflanze mehr schaden als nutzen. Bei Trockenheit sollte die Düngung reduziert werden, da die Pflanze dann nicht so viele Nährstoffe verarbeiten kann.
  • Überwinterungsdüngung: Im Winter, wenn die Seidenpflanze eine Ruhephase einlegt, ist normalerweise keine Düngung erforderlich.

Achten Sie stets darauf, dass die Pflanze nicht unmittelbar nach dem Düngen austrocknet, da dies zu Wurzelschäden durch Düngersalze führen kann. Gießen Sie die Pflanze bei Bedarf vor der Düngung leicht an, um Verbrennungen zu vermeiden.

Liste Begleitpflanzen

  1. Schmetterlingsbusch (Buddleja davidii)
  1. Rauer Sonnenhut (Echinacea purpurea)
  1. Stauden-Phlox (Phlox paniculata)
  1. Lavendel (Lavandula angustifolia)
  1. Goldrute (Solidago)
  1. Indianernessel (Monarda)
  1. Färberkamille (Anthemis tinctoria)
  1. Purpur-Fetthenne (Sedum telephium)
  1. Blauraute (Perovskia abrotanoides)
  1. Katzenminze (Nepeta cataria)

Pflanzenfamilie

Die Pflanzenfamilie der Seidenpflanze ist die der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae), welcher auch andere bekannte Gattungen wie die Oleander (Nerium) und die Wüstenrose (Adenium) angehören.

Die Seidenpflanze, mit ihrem auffälligen Erscheinungsbild und ihrer Bedeutung für die Insektenwelt, stellt eine attraktive und zugleich nützliche Bereicherung für jeden Garten dar. Mit der richtigen Pflege und den passenden Wachstumsbedingungen bereitet sie Hobbygärtnern wenig Mühe und erweist sich als beständige und langlebige Pflanze.

Produktempfehlung

Bestseller Nr. 1
Haloppe 100 Stück Seidenpflanze Blumen Pflanzen Samen für die Hausgartenbepflanzung, Hausgartenansicht Orange Schmetterlingsmilchpflanze Asklepias Blumensamen Pflanzen
  • Wolfsmilchsamen für Pflanzenliebhaber. Pflanzen Sie es selbst, es wird interessanter sein. Einfach zu züchten und kann auch eine tolle Gartendekoration sein.
  • Das Paket beinhaltet: 1 Beutel Wolfsmilchsamen (insgesamt 100 Stück). Mit hohen Keim- und Überlebensraten, schnellem Wachstum und Wetterbeständigkeit können Sie ganz einfach schöne Blumen mit lebendigen Farben züchten, ohne Gartenerfahrung zu haben.
  • Genießen Sie das Vergnügen, grüne und gesunde Blumen, Gemüse und Früchte von Hand anzubauen, um Farbe und Duft in Ihren Garten, Balkon oder Fensterrahmen zu bringen. Genießen Sie den gesamten Prozess der Samenkeimung - des Gedeihens - Blühens und Fruchtens.
Seidenakazie Albizzia lophanta 40 Samen"> Bestseller Nr. 2
Seedeo Gelbe Seidenakazie (Albizzia lophanta) 40 Samen
  • Immergrün, gelb blühender Strauch.
  • Sie erhalten 40 Samen
  • Innerhalb des Hauses ist die Anzucht der Samen ganzjährig möglich.
Bestseller Nr. 3
vegherb Indianer-Seidenpflanze Apollo orange 10 Samen
  • Es dauert in der Regel um 1-4 Wochen Zeit zum Handeln nach Artikel ausgelöst wurde. Überprüfen Sie bitte die Lieferzeit Vor dem Erstellen von Kauf (s).
  • Asclepias curassavica Apollo orange 10 Samen
  • Einfach zu verwenden

Letzte Aktualisierung am 25.06.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API