Die Echte Katzenminze (Nepeta cataria) stammt ursprünglich aus Europa und Asien, ist aber mittlerweile aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit und Popularität weltweit verbreitet. Historisch gesehen hat sie ihren Weg durch menschliche Kultivierung und den Handel über Kontinente hinweg gefunden.

Schon im Römischen Reich war sie als nützliche Pflanze bekannt und wurde für verschiedene Zwecke angebaut. In der mittelalterlichen Kräuterkunde wurde sie für ihre heilenden Eigenschaften geschätzt und war ein fester Bestandteil der Klostergärten. Die beruhigende und leicht sedierende Wirkung der Blätter bei Menschen fand Einsatz in der Volksmedizin, häufig als Teeaufguss gegen Erkältungen und Fieber oder als Mittel zur Beruhigung und besseren Schlaf.

Die besondere Beziehung zwischen Katzen und der Katzenminze wurde ebenfalls sehr früh erkannt. Es wird angenommen, dass die Pflanze in der ägyptischen Hochkultur zum Einsatz kam, da Katzen dort hoch verehrt wurden und die Pflanze möglicherweise als Spielzeug oder beruhigendes Stimulans für Hauskatzen genutzt wurde.

Die Namensgebung „Nepeta“ wird auf die etruskische Stadt Nepet zurückgeführt, wo die Pflanze wahrscheinlich häufig vorkam und vermutlich zum ersten Mal kultiviert wurde. Im Laufe der Zeit verbreitete sich die Echte Katzenminze aufgrund ihrer pflegeleichten Eigenschaften und ihres Duftes, der sowohl für Menschen als auch für Katzen angenehm ist, als Zierpflanze in Gärten rund um den Globus.

Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen, die vorwiegend wegen ihrer optischen Qualitäten oder Heilwirkungen verbreitet wurden, spielte bei der Katzenminze auch das tierische Verhaltenselement eine große Rolle: Die Pflanze enthält ätherische Öle, denen Katzen oft nicht widerstehen können und die euphorische Reaktionen bei den Tieren auslösen.

Heute findet die Echte Katzenminze nicht nur in der Pflanzenheilkunde und als Gartenschmuck ihren Platz, sondern auch in der Unterhaltung und Beschäftigung von Hauskatzen, die von ihr geradezu magisch angezogen werden. Ihre einfache Vermehrung und ihr charakteristischer Duft haben dazu beigetragen, dass sie aus menschlichen Siedlungen kaum mehr wegzudenken ist.

Wuchs

Diese Staude kann eine Höhe von 60 bis 100 Zentimeter erreichen und bildet buschige Horste. Ihr Wuchs ist aufrecht und verzweigt, wobei sie sich durch Aussaat und Wurzelausläufer auch selbst im Garten ausbreiten kann.

Aussäen und Einpflanzen

Die Aussaat erfolgt im Frühjahr direkt an Ort und Stelle oder zunächst in Anzuchtschalen zur späteren Umpflanzung. Die Samen sollten lediglich leicht bedeckt werden. Die Keimung erfolgt nach 1-2 Wochen. Junge Pflanzen kann man im Frühjahr oder Herbst in einem Abstand von etwa 30 cm einpflanzen.

Blätter

Die Blätter sind herzförmig mit gezahnten Rändern und haben eine weiche, behaarte Oberfläche. Sie verströmen beim Zerreiben einen starken, angenehmen Duft.

Blütezeit

Die Blütezeit liegt hauptsächlich zwischen Juni und September. Während dieser Zeit trägt die Pflanze zahlreiche kleine, hellviolette Blüten, die in Quirlen angeordnet sind und von Bienen und Schmetterlingen geschätzt werden.

Standort

Bevorzugt wird ein sonniger bis halbschattiger Platz im Garten. Die Katzenminze ist bezüglich des Standorts recht genügsam und blüht auch im Halbschatten reichlich.

Boden & PH-Wert

Der ideale Boden ist durchlässig, nährstoffreich und eher trocken. Letzterer sollte einen pH-Wert von 6 bis 7,5 aufweisen, also leicht sauer bis neutral sein.

Wasserbedarf

Trockenheit wird generell gut vertragen, dennoch sollte in langen Trockenperioden gegossen werden, um Austrocknen zu verhindern. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.

Beschneiden

Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte kann zu einer zweiten Blüte im Herbst anregen. Zudem hilft der Rückschnitt, die Pflanze kompakt und buschig zu halten.

Umtopfen

Bei Kübelhaltung sollte alle paar Jahre im Frühjahr umgetopft werden, um den Wurzeln mehr Raum und frische Erde zu geben.

Frosthärte

Nepeta cataria ist winterhart und benötigt keinen besonderen Winterschutz.

Krankheiten

Die Pflanze ist robust, kann aber bei zu nasser Haltung von Mehltau befallen werden. Außerdem sind selten Blattläuse ein Problem.

Verwendung

Die Blätter können für Tee verwendet werden, sie haben eine beruhigende Wirkung auf Menschen. In Gärten dient die Pflanze oft als Anlockmittel für Katzen sowie als Zier- und Nutzpflanze.

Synonyme

Katzenkraut, Katzenminze.

Giftig

Die Pflanze ist für Menschen und Tiere nicht giftig, kann bei Katzen aber eine euphorische Reaktion auslösen.

Pflege

Regelmäßiges Gießen bei Trockenheit und ein jährlicher Rückschnitt genügen, um diese pflegeleichte Pflanze zu pflegen.

Liste Begleitpflanzen

Rosen, Lavendel, Salbei und andere trockenheitstolerante Stauden passen gut zur Katzenminze.

Pflanzenfamilie

Die Echte Katzenminze gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).

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Letzte Aktualisierung am 13.06.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API