Peyote, auch als Lophophora williamsii bekannt, ist eine kleine, grüne Kaktuspflanze, die vornehmlich in den Wüstengebieten Nordmexikos sowie im südlichen Texas heimisch ist. Bekannt ist dieser Kaktus vor allem wegen seiner psychoaktiven Alkaloide, darunter das Meskalin, das in rituellen Zusammenhängen indigener Völker zum Einsatz kommt. Peyote zeichnet sich durch seine hervorstehenden Warzen, die Abwesenheit echter Dornen und einen leicht bläulichen Schimmer aus. Dieser kleine Kaktus kann bei optimalen Wachstumsbedingungen rosafarbene bis weiße Blüten entwickeln. Die Pflege von Peyote erfordert ein Verständnis seines natürlichen Lebensraums und die Nachahmung dessen Bedingungen.

Wuchs

Typisch für den Peyote ist ein kugel- bis scheibenförmiges Wachstum, mit einer weichen, wolligen Struktur im Zentrum, woraus gelegentlich Blüten sprießen. Die Kaktuspflanze wächst sehr langsam und kann bei sehr alten Exemplaren Höhen von bis zu 20 cm erreichen.

Pflanzung

Der optimale Zeitpunkt für die Pflanzung des Peyote ist das Frühjahr. Jüngere Pflanzen benötigen ein gut durchlässiges Substrat, welches speziell für Kakteen oder Sukkulenten zusammengestellt wird, um Staunässe und damit verbundene Wurzelfäule zu verhindern.

Vermehrungsmöglichkeiten

Die Vermehrung erfolgt zumeist durch Aussaat. Hierbei sollten die Samen auf ein feuchtes, gut drainiertes Substrat ausgebracht und mit einer Plastikfolie oder Glasscheibe abgedeckt werden, um die Feuchtigkeit zu halten. Peyote kann auch durch Teilung vermehrt werden, allerdings ist dies eine seltener angewandte Methode.

Blätter

Statt traditioneller Blätter besitzt der Peyote kleine Schuppen, die in der grünen Kaktushaut eingebettet sind. Dies dient der Minimierung des Wasserverlusts in seiner heißen, trockenen Heimat.

Blütezeit

Die Blütezeit findet üblicherweise im späten Frühling bis Sommer statt. Die Blüten sind rosa oder weißlich und erscheinen hauptsächlich an der Spitze des Kakteenkörpers.

Standort

Als Wüstenpflanze benötigt der Peyote viel direktes Sonnenlicht. Ein sonniger Fensterplatz eignet sich im Wohnraum am besten, außerhalb ist ein Platz in voller Sonne zu bevorzugen.

Bodendecker

Der Peyote ist kein typischer Bodendecker. Als Solitärgewächs benötigt er ausreichend Raum um sich zu entwickeln und von anderen Pflanzen separiert zu sein.

Wurzelsystem

Das Wurzelsystem ist pfahlartig und kann tief in den Boden eindringen, um Feuchtigkeitsschwankungen auszugleichen.

Boden & pH-Wert

Der ideale Boden für Peyote sollte gut drainiert sein, denn Staunässe verträgt der Kaktus schlecht. Eine Kakteenerde oder ein Gemisch aus Sand, Kies und Blumenerde, das ausreichend Luft an die Wurzeln lässt, ist optimal. Der pH-Wert des Bodens sollte leicht sauer bis neutral sein, also im Bereich von etwa 6.0 bis 7.5 liegen. Um den richtigen pH-Wert sicherzustellen, kann gegebenenfalls mit speziellen Bodenverbesserern gearbeitet werden.

Wasserbedarf

Während der Wachstumsperiode im Frühjahr und Sommer benötigt Peyote regelmäßige, aber mäßige Wassergaben. Dabei ist es wichtig, die Erde zwischen den Wassergaben vollständig austrocknen zu lassen. Im Winter sollte die Wassermenge deutlich reduziert werden, um eine Ruhephase zu simulieren, in der der Kaktus nahezu trocken gehalten wird. Überschüssiges Wasser im Untersetzer oder Topf sollte immer entfernt werden, um Wurzelfäule zu vermeiden.

Beschnitt

Ein regelmäßiger Beschnitt ist bei Peyote nicht notwendig, da die Pflanze von Natur aus ein kompaktes Wachstum aufweist. Abgestorbene oder beschädigte Teile können allerdings entfernt werden, um das Erscheinungsbild zu verbessern und die Pflanzengesundheit zu erhalten.

Umtopfen

Umtopfen sollte nur dann erfolgen, wenn der Kaktus den vorhandenen Topf vollständig ausfüllt. Dies geschieht in der Regel alle paar Jahre. Beim Umtopfen ist darauf zu achten, dass die neue Topfgröße nicht zu groß gewählt wird, da ansonsten die Gefahr von Staunässe besteht. Der beste Zeitpunkt für das Umtopfen ist das späte Frühjahr oder der frühe Sommer.

Frosthärte

Peyote ist nicht frosthart. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt können zu irreversiblen Schäden führen. Wenn die Pflanze in einem Gebiet lebt, wo Temperaturen unter 0°C zu erwarten sind, muss sie im Innenbereich überwintern.

Krankheiten & Schädlinge

Peyote kann von den üblichen Krankheiten und Schädlingen befallen werden, die Kakteen betreffen, wie Wurzelfäule aufgrund von Überwässerung oder Befall durch Schmierläuse und Spinnmilben. Vorbeugende Maßnahmen umfassen einen geeigneten Standort, richtiges Gießen und gelegentliche Inspektionen auf Schädlingsbefall.

Synonyme

Neben dem wissenschaftlichen Namen Lophophora williamsii sind für Peyote auch Trivialnamen wie Peyotlkaktus, Meskalin-Kaktus oder einfach Peyote geläufig. In den indigenen Kulturen Nordamerikas hat er verschiedene Namen in den jeweiligen Sprachen.

Giftigkeit

Die Bestandteile von Peyote, insbesondere Meskalin, sind psychoaktiv und gelten als giftig. Die Pflanze sollte daher nicht konsumiert werden, außer in kulturellen oder religiösen Zusammenhängen, in denen der Gebrauch von qualifizierten Personen beaufsichtigt wird.

Pflege

Die Pflege von Peyote beinhaltet Schutz vor Frosteinflüssen, eine angemessene Wasserversorgung, die Vermeidung von Staunässe und die Bereitstellung eines geeigneten Bodens. Mit der richtigen Positionierung und Pflege kann dieser Kaktus auch in Gefangenschaft gedeihen.

Liste von Begleitpflanzen

Da Peyote in heißen, trockenen Regionen heimisch ist, sollten seine Begleitpflanzen auch Wüsten- oder Halbwüstenbedingungen tolerieren können. Hier ist eine Liste von Pflanzen, die gut als Begleiter in Frage kommen, mit Beschreibungen ihrer Eigenschaften und Bedürfnisse.

Agaven (Agave spp.)

  • Standort: Vollsonnige Standorte mit sehr guter Lichtexposition.
  • Boden: Durchlässig, trocken bis mäßig feucht, gerne mineralisch.
  • Wasserbedarf: Gering; vertragen Trockenperioden gut.
  • Frosthärte: Viele Arten sind frostbeständig bis zu einem gewissen Grad.
  • Anmerkungen: Agaven ergänzen den kugelförmigen Peyote durch ihre oft rosettenartigen, spitzen Blätter, die einen schönen Kontrast bieten.

Opuntien (Opuntia spp.)

  • Standort: Vollsonne, sehr hitzeverträglich.
  • Boden: Gut durchlässig, sandig bis kiesig.
  • Wasserbedarf: Niedrig; benötigen nur sporadisch Wasser.
  • Frosthärte: Abhängig von der Art, einige sind überraschend frosthart.
  • Anmerkungen: Die plattenartigen Segmente der Opuntien bieten eine abwechslungsreiche Struktur im Vergleich zum runden Peyote.

Echinokakteen (Echinocactus spp.)

  • Standort: Benötigen viel Sonne, ähnlich wie Peyote.
  • Boden: Sandig-lehmig mit guter Drainage.
  • Wasserbedarf: Mäßig im Wachstum, dürfen im Winter fast vollständig austrocknen.
  • Frosthärte: Einige Arten können kurze Frostperioden überstehen.
  • Anmerkungen: Mit ihren markanten Rippen und Dornen bilden sie eine optische Ergänzung zum dornenlosen Peyote.

Euphorbien (Euphorbia spp.)

  • Standort: Sonnig bis halbschattig.
  • Boden: Durchlässige, eher trockene Substrate sind zu bevorzugen.
  • Wasserbedarf: Wenig; vertragen Trockenheit gut.
  • Frosthärte: Berücksichtigen, dass viele Arten nicht frosttolerant sind.
  • Anmerkungen: Ihre vielfältigen Formen von sukkulent bis strauchartig bieten interessante Kombinationsmöglichkeiten.

Aloen (Aloe spp.)

  • Standort: Bevorzugen volle Sonne, vertragen auch leichten Schatten.
  • Boden: Gut drainiert, sandig mit etwas organischen Anteilen.
  • Wasserbedarf: Gering; zwischen den Wassergaben austrocknen lassen.
  • Frosthärte: Viele Arten sind nur bedingt frosthart.
  • Anmerkungen: Die formenreichen Aloen mit ihren oft stacheligen Blatträndern ergänzen das Erscheinungsbild des Peyote gut.

Semperviven (Sempervivum spp.)

  • Standort: Volle Sonne bis leichter Schatten; sehr anpassungsfähig.
  • Boden: Kann in fast jedem Bodentyp wachsen, bevorzugt jedoch durchlässige Mischungen.
  • Wasserbedarf: Gering; verträgt Trockenheit sehr gut.
  • Frosthärte: Sehr frosthart und daher auch für kältere Klimazonen geeignet.
  • Anmerkungen: Die Rosetten der Semperviven bringen zusätzliche Formen und Farben in die Pflanzenarrangements.

Wählt man Begleitpflanzen für Peyote, ist zu achten, dass diese untereinander ebenfalls gut harmonieren und ähnliche Ansprüche an ihren Standort und die Pflege haben. Es ist außerdem wichtig, dass die Begleitpflanzen den Peyote nicht überwuchern oder in ihrem Wachstum behindern, da er ein sehr langsamer Wächst ist.

Pflanzenfamilie

Peyote gehört zur Familie der Kakteengewächse (Cactaceae), welche eine Vielzahl an anpassungsfähigen Pflanzen umfasst, die in der Lage sind, in extremen Umgebungen zu überleben.

Verwendungen in verschiedenen Umgebungen oder Branchen

Traditionell wird Peyote in rituellen Kontexten von indigenen Völkern verwendet. In anderen Bereichen, wie der pharmazeutischen Industrie, wird er wegen des Wirkstoffs Mescalin erforscht. Als Zierpflanze findet der Peyote ebenso Verwendung, vor allem bei Liebhabern von Sukkulenten und Kakteen.

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