Phyllostachys, besser bekannt als Bambus, gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist durch seine imposanten, schnellen Wuchsformen und seine eleganten Stängel und Blätter berühmt. Ursprünglich in Asien beheimatet, wird dieser Gattung eine große Vielfalt an Sorten zugeordnet, die sich in Größe, Wuchsdynamik und Farbgebung unterscheiden. Von strahlendem Grün bis hin zu auffallenden Gelb- und Schwarznuancen erstreckt sich die Farbpalette seiner Halme.

Sorten und Vielfalt

Die Gattung Phyllostachys umfasst viele unterschiedliche Sorten von Bambus, von denen jede ihre eigenen charakteristischen Merkmale besitzt. Hier sind detaillierte Beschreibungen einiger populärer Phyllostachys-Sorten:

Phyllostachys aurea (Goldener Bambus)

Beschreibung:

Goldener Bambus ist eine beliebte Sorte, die durch ihre attraktiven, gelbgrünen bis goldenen Halme auffällt. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 8 Metern eignet sie sich gut für Sichtschutzwände und kann durch das dichte Wachstum auch als Windschutz dienen. Die Knoten der Halme sind auffällig verdickt, was dieser Sorte zusätzlich ein unverwechselbares Aussehen verleiht.

Phyllostachys nigra (Schwarzer Bambus)

Beschreibung:

Der Schwarze Bambus ist für seine markanten, tief schwarzen Halme bekannt, die ihm ein exotisches und edles Erscheinungsbild verleihen. Er erreicht eine Höhe von ca. 4 bis 10 Metern. Die grünen Blätter stehen im Kontrast zu den dunklen Halmen, was in der Gartengestaltung tolle Akzente setzt. Diese Sorte ist relativ kälteresistent und passt gut in moderne sowie asiatisch inspirierte Gärten.

Phyllostachys edulis (Mosobambus)

Beschreibung:

Der Mosobambus ist bekannt für seine beeindruckenden Höhen von bis zu 20 Metern und mehr. Er produziert sehr dicke und robuste Halme, die in der traditionellen asiatischen Bauweise aber auch für Möbel verwendet werden können. Die Halme beginnen grün und nehmen mit der Zeit eine gelblichere Färbung an.

Phyllostachys bissetii (Bisset-Bambus)

Beschreibung:

Bisset-Bambus ist eine robuste Sorte, die besonders frosthart ist und dadurch auch in klimatisch kühleren Regionen gut gedeiht. Die grünen Halme können bis zu 6 Meter hoch werden. Dank des dichten Wuchses eignet sie sich besonders gut als Heckenpflanze und für Sichtschutzmaßnahmen in Gärten.

Phyllostachys humilis (Zwerg-Bambus)

Beschreibung:

Diese Sorte bleibt mit maximal 4 Metern Höhe eher klein und ist hervorragend für Bereiche geeignet, in denen ein kompakter Wuchs bevorzugt wird. Die schlanken, grünen Halme können einen wunderbaren Hintergrund für Blumenbeete bieten und sind ebenso für kleinere Gärten eine gute Wahl.

Phyllostachys vivax (Riesenbambus)

Beschreibung:

Wie der Name andeutet, gehört Phyllostachys vivax zu den größten Sorten der Gattung und kann Höhen von über 20 Metern erreichen. Die Halme sind außen grün und werden im Inneren gelblich, sie können im Durchmesser sehr stark werden. Diese Sorte benötigt ausreichend Raum zur Entfaltung und ist eher was für große Gärten oder Parkanlagen.

Phyllostachys aureosulcata (Gelbsulcus-Bambus)

Beschreibung:

Die Besonderheit dieser Sorte sind die auffälligen gelben Halme mit einem grünen Sulcus (eine Vertiefung entlang des Halms). Sie erreicht eine Höhe von ca. 7 bis 10 Metern und die Halme können sich unter Kälteeinfluss leicht rötlich verfärben. Eignet sich für eine attraktive, farbliche Gartengestaltung und bietet einen sehr guten Sichtschutz.

Phyllostachys glauca (Blauer Bambus)

Beschreibung:

Der Phyllostachys glauca zeichnet sich durch seine bläulich-weißen Halme aus, die im Sonnenlicht besonders strahlen. Er kann Höhen zwischen 5 und 10 Metern erreichen und eignet sich somit ebenfalls als Sichtschutz oder als beeindruckendes Highlight in einem Garten.

Dies ist nur eine kleine Auswahl der vielen Phyllostachys-Sorten, die weltweit existieren. Jede Sorte hat spezifische Anforderungen an die Pflege und den Standort und bietet unterschiedliche optische Eigenschaften, die sie für verschiedenste Anwendungen im Garten- und Landschaftsbau prädestinieren.

Wuchscharakteristik

Bambus der Gattung Phyllostachys ist für sein schnelles Wachstum bekannt. Unter idealen Bedingungen können die Halme pro Tag bis zu mehrere Zentimeter in die Höhe schießen. Über mehrere Jahre gesehen erreichen sie dadurch beachtliche Höhen von bis zu 20 Metern und mehr, abhängig von der jeweiligen Sorte. Ihr Wuchs ist aufrecht und die Halme können einen erheblichen Durchmesser erreichen, der sie sowohl optisch attraktiv als auch praktisch nutzbar macht.

Pflanzung und Standortwahl

Die Wahl des Standorts sollte sorgfältig erfolgen. Phyllostachys bevorzugt sonnige bis halbschattige Lagen mit Schutz vor starken Winden. Direkte Meereswinde und Salzeintrag werden nicht gut vertragen. Die Pflanzung erfolgt vorzugsweise im Frühjahr, wobei ein ausreichender Abstand zu Gebäuden oder anderen Pflanzungen wegen des ausladenden Wachstums zu empfehlen ist.

Vermehrungsmöglichkeiten

Die Vermehrung von Phyllostachys-Bambus erfolgt hauptsächlich über Rhizomteilung. Diese Teilung des unterirdischen Wurzelsystems sollte im Frühjahr oder Herbst stattfinden. Aussaat ist theoretisch möglich, jedoch blüht Bambus selten und unregelmäßig, weshalb Samen nur selten verfügbar sind.

Laubwerk und Blätter

Die Blätter sind schmal, lanzettlich und immergrün. Sie verleihen der Pflanze eine zarte, doch üppige Textur. Ihre Farbgebung variiert von frischem Grün bis hin zu leicht gelblichen Tönen, je nach Sorte und Standortbedingungen.

Blühverhalten

Bambus, einschließlich der Phyllostachys-Arten, blüht sehr selten – manchmal nur einmal in mehreren Jahrzehnten. Die Blütezeit variiert stark und ist kaum vorhersagbar. Nach der Blüte kann die ganze Pflanze absterben, was für Bambus-Arten typisch ist.

Bodendecker-Eigenschaften

Als Bodendecker sind Phyllostachys-Arten nur bedingt geeignet, da ihre Größe und das starke Wachstum der Rhizome eher eine dominante Präsenz im Garten bewirken. Bei der Gartengestaltung sollten sie daher als Solitärpflanzen oder in Gruppen genutzt werden, aber nicht als flächendeckender Bodendecker.

Wurzelsystem und Rhizomsperren

Das Wurzelsystem von Phyllostachys ist ausgeprägt und kann mit aggressiven, ausläuferbildenden Rhizomen verbunden sein. Um eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern, empfiehlt sich die Installation einer Rhizomsperre beim Pflanzen.

Bodenanforderungen und pH-Wert

Für ein optimales Wachstum benötigt die Gattung Phyllostachys einen gut drainierten, humosen und nährstoffreichen Boden. Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert von etwa 6,0 bis 7,0 ist ideal. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden.

Wasserbedarf und Bewässerung

Besonders im Wachstum und während der Trockenperioden ist eine ausreichende Wasserversorgung notwendig. Junge Pflanzen benötigen mehr Wasser als etablierte Exemplare, die bereits tiefer verwurzelt sind und auch längere Trockenphasen überstehen können.

Beschnitt und Formgebung

Ein regelmäßiger Beschnitt ist bei Bambus zwar nicht notwendig, kann aber dazu beitragen, die Pflanzen in Form zu halten, insbesondere in kleineren Gärten. Abgestorbene Halme sollten entfernt werden, um das Erscheinungsbild zu verbessern und Krankheiten und Schädlingen vorzubeugen.

Umtopfen von Kübelpflanzen

Wenn Phyllostachys in Kübeln kultiviert wird, sollte alle paar Jahre umgetopft werden, um das Substrat zu erneuern und den Wurzelraum zu vergrößern. Dabei ist stets auf eine ausreichende Drainage zu achten.

Frosthärte und Überwinterung

Die meisten Sorten der Phyllostachys-Gattung sind winterhart und können Temperaturen bis zu etwa -20°C tolerieren. Einige Arten benötigen jedoch Winterschutz, insbesondere wenn sie als Kübelpflanze gehalten werden.

Krankheiten und Schädlinge

Bambus ist generell robust, aber er kann von Pilzkrankheiten oder Schädlingen wie Blattläusen und Spinnmilben befallen werden. Regelmäßige Kontrollen und eine gute Pflege minimieren diese Risiken erheblich.

Synonyme

In der Umgangssprache werden die verschiedenen Phyllostachys-Sorten oftmals einfach als „Bambus“ bezeichnet. Wissenschaftlich korrekt ist jedoch nur der Einsatz der jeweiligen Sortenbezeichnung.

Giftigkeit

Bambus ist nicht giftig und somit unbedenklich für Menschen und Haustiere.

Pflegeanforderungen

Die Pflege von Phyllostachys erfordert vor allem in jungen Jahren Aufmerksamkeit bezüglich Wasser- und Nährstoffversorgung, sowie Kontrolle des Wuchses durch Rhizomsperren.

Liste von Begleitpflanzen

Als Begleitpflanzen eignen sich Arten, die ähnliche Standortbedingungen bevorzugen und in der Gartengestaltung einen schönen Kontrast bieten. Hostas, Farnarten oder Blütenstauden wie Astilben können eine harmonische Kombination mit dem Bambus bilden.

Pflanzenfamilie und Einordnung

Phyllostachys gehört zur Familie der Poaceae (Süßgräser), zu der auch viele Getreidearten zählen.

Verwendung in verschiedenen Umgebungen

Aufgrund seiner imposanten Erscheinung und seiner Struktur wird Bambus in der Landschaftsgestaltung, im Gartenbau und sogar in der Bauindustrie für ökologische Bauprojekte genutzt. In der Möbelindustrie dient er als nachwachsender Rohstoff für Möbel und Accessoires. In manchen Kulturen ist Bambus auch als Nahrungsquelle bekannt und wird in der Küche für verschiedene Gerichte verwendet.

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  • Die Halme und die Blätter des Phyllostachys bissetii sind glänzend dunkelgrün. Er hat ein sehr dichtes Laub und ist daher besonders zur Heckenpflanzung und als Sichtschutz geeignet. Aber auch als Solitär macht er sich hervorragend. Da er bis zu -26°C verträgt, gehört er zu den beliebtesten und winterhärtesten Bambusarten.
  • Die jungen Halme von Phyllostachys bissetii sind blaugrün und weiß bemehlt. Im Alter verfärben sie sich zu einem grün bis graugrün und die weiße Bemehlung verschwindet. An einem sonnigen Standort kann Phyllostachys bissetii auch leicht gelblich ausfärben. Phyllostachys bissetii erreicht dabei eine Halmdicke von ca. 2,5 cm, wobei die einzelnen Halmsegmente (Internodien) eine Länge von ca. 25 cm erreichen.
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Letzte Aktualisierung am 27.05.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API