Rotkohl, auch bekannt als Blaukraut, gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und ist eine Sorte des Kopfkohls (Brassica oleracea). Diese Pflanze zeichnet sich durch ihre markanten, rotvioletten Blätter aus, die nicht nur in der Küche beliebt sind, sondern auch im Garten als dekoratives Element dienen. Als kühles Wettergemüse gedeiht der Rotkohl besonders gut in gemäßigten Klimazonen und bringt viele gesundheitliche Vorteile mit sich, da er reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist.

Wuchs

Der Rotkohl bildet einen festen Kopf aus gewellten, leuchtend gefärbten Blättern, die je nach Sorte in verschiedenen Rottönen schimmern. Eine ausgewachsene Pflanze kann eine Höhe von bis zu 40 bis 60 Zentimeter erreichen und in der Breite ähnliche Maße annehmen. Der Wuchs erfolgt in einer rosettenartigen Form und nimmt im Laufe der Vegetationsperiode stetig zu.

Aussäen und Einpflanzen

Für eine erfolgreiche Kultivierung sollten die Samen von Rotkohl in der Regel etwa vier bis sechs Wochen vor dem letzten Frost im Innern ausgesät werden. Die Jungpflanzen können anschließend, nachdem sich mehrere echte Blätter gebildet haben und kein Frost mehr droht, ins Freiland umgesetzt werden. Hierbei ist ein Pflanzabstand von 50 bis 75 Zentimetern empfehlenswert, um den Pflanzen genügend Platz für ihre Entwicklung zu bieten.

Blätter

Die Blätter sind seine Hauptattraktion; sie sind dick, brüchig und haben eine intensive purpurrote bis blaue Färbung. Der hohe Gehalt an Anthocyanen, einem natürlichen Pflanzenfarbstoff, ist verantwortlich für die Färbung, die je nach Boden-pH-Wert auch variieren kann.

Blütezeit

Das Gewächs wird in der Regel vor seiner Blüte geerntet. In einem Zweijahreszyklus blüht er jedoch im Frühjahr des zweiten Jahres mit gelben, vierblättrigen Blüten, die in Traubenform erscheinen.

Standort

Für optimales Wachstum benötigt die Pflanze einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Direkte Sonneneinstrahlung fördert den Wuchs und die Farbintensität der Blätter, zu viel Schatten kann hingegen zu schwächerem Wuchs führen.

Boden & PH-Wert

Der ideale Boden für Rotkohl ist tiefgründig, nährstoffreich und gut durchlässig. Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert von etwa 6,5 bis 7,5 ist anzustreben, wobei leichte Schwankungen in der Farbintensität der Blätter resultieren können.

Wasserbedarf

Gleichmäßige Bewässerung ist für Rotkohl essenziell, Staunässe sollte jedoch vermieden werden. Besonders in Trockenperioden ist es wichtig, den Boden um die Pflanzen herum konstant feucht zu halten.

Beschneiden

Ein Beschneiden ist in der Regel nicht notwendig. Es kann jedoch vorkommen, dass beschädigte oder ältere äußere Blätter entfernt werden sollten, um Krankheiten vorzubeugen und ein gesundes Wachstum zu fördern.

Umtopfen

Da Rotkohl in der Regel direkt im Beet angebaut wird, ist Umtopfen nicht zutreffend. Bei Anzucht in Töpfen sollte jedoch darauf geachtet werden, dass genügend Raum für die Entwicklung geboten wird.

Frosthärte

Das Gewächs ist eine winterfeste Gemüseart. Junge Pflanzen können leichten Frost tolerieren, ausgewachsene Pflanzen überstehen auch stärkere Fröste ohne erhebliche Schäden.

Krankheiten

Häufige Krankheiten, die Rotkohl betreffen, sind Umfallkrankheit, Kohlhernie, sowie verschiedene Pilzkrankheiten wie Mehltau und Grauschimmel. Ein ausgewogener Fruchtwechsel sowie eine passende Standortwahl können das Risiko dieser Krankheiten minimieren.

Verwendung

In der Küche ist Rotkohl eine beliebte Beilage zu Wildgerichten, in Eintöpfen oder als Teil von Salaten. Seine Blätter können auch fermentiert und als Sauerkraut verwendet werden.

Synonyme

Rotkohl ist auch bekannt unter den Bezeichnungen Blaukraut oder Rotkraut.

Giftig

Rotkohl gilt als unbedenklich für den menschlichen Verzehr. Wie bei allen Kohlsorten kann bei übermäßigem Verzehr Blähungen verursachen.

Pflege

Regelmäßige Bodenlockerungen und Unkrautentfernungen sind neben der Bewässerung Teil der Pflege. Eine Mulchschicht kann helfen, die Feuchtigkeit zu bewahren und die Temperatur des Bodens zu regulieren.

Liste Begleitpflanzen

Rotkohl (Brassica oleracea var. capitata f. rubra) ist ein beliebtes Gemüse in vielen Gärten, das nicht nur wegen seiner attraktiven Farbe, sondern auch wegen seines nährstoffreichen Profils geschätzt wird. Eine erfolgreiche Rotkohlkultur kann durch das Wissen um geeignete Begleitpflanzen weiter verbessert werden. Diese sogenannte Mischkultur trägt dazu bei, Schädlinge fernzuhalten, das Wachstum zu fördern und die Bodenqualität zu verbessern. Im Folgenden finden Gärtner eine Liste von Pflanzen, die sich als Begleiter für das Gewächs eignen.

Liste von Begleitpflanzen für Rotkohl:

  1. Dill – Dieses Kraut zieht nützliche Insekten an, die Schädlinge wie Kohlweißlinge abwehren und fördert ein gesundes Wachstum des Rotkohls.
  1. Salbei – Salbei ist ein stark duftendes Kraut, dessen Geruch dabei hilft, lästige Insekten abzuhalten und kann somit den Rotkohl vor Schädlingsbefall schützen.
  1. Thymian – Die starke Geruchsnote von Thymian kann diverse Kohlschädlinge fernhalten und gilt daher als eine gute Begleitpflanze für Rotkohl.
  1. Zwiebeln – Sie geben Schwefelverbindungen ab, die Schädlinge natürlich abwehren und fördern so die Gesundheit der Rotkohlpflanzen.
  1. Knoblauch – Ähnlich wie Zwiebeln stößt Knoblauch Schädlinge durch seine Geruchsstoffe ab und kann Krankheiten im Boden vorbeugen.
  1. Radieschen – Radieschen können als Fangpflanze dienen, indem sie Schädlinge wie die Kohlfliege anlocken und so von den Rotkohlpflanzen fernhalten.
  1. Ringelblumen – Diese Blumen sind nicht nur dekorativ, sondern stoßen mit ihrem Geruch viele Gartenplagen ab und locken gleichzeitig nützliche Insekten an.
  1. Pfefferminze – Pfefferminze kann einige der Schädlinge, die Rotkohl befallen, abwehren. Allerdings sollte sie in Töpfen gepflanzt werden, um ein unkontrolliertes Ausbreiten zu verhindern.
  1. Borretsch – Borretsch ist bekannt für seine Fähigkeit, Bestäuber anzuziehen und kann helfen, das Wachstum des Rotkohls zu verbessern.

Hinweise für Gärtner: Es ist ratsam, die genannten Pflanzen in angemessenen Abständen um den Rotkohl herum zu platzieren, um die positiven Wechselwirkungen optimal zu nutzen. Zusätzlich sollte beachtet werden, dass manche Pflanzen, wie Pfefferminze, invasive Eigenschaften haben und daher mit Bedacht einzusetzen sind. Ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Arten garantiert die beste Unterstützung für das Wachstum und die Gesundheit des Rotkohls.

Zusammenfassung: Die Verwendung von Begleitpflanzen ist eine effektive Methode, um Rotkohl vor Schädlingen zu schützen, Nährstoffe sinnvoll zu nutzen und die Artenvielfalt im Garten zu fördern. Mit der Auswahl der oben genannten Pflanzen können Gärtner ein unterstützendes Umfeld für ihren Rotkohl schaffen und die Resilienz ihrer Gartenkultur nachhaltig stärken.

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Pflanzenfamilie

Der Rotkohl gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae), was ihm eine enge Verwandtschaft zu anderen Kohlarten, Radieschen und Senf beschert.

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