Der Steintäschel, auch als Thlaspi bekannt, ist eine Gattung innerhalb der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Diese Pflanzen sind bekannt für ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedene Standorte, oft bevorzugen sie kalkhaltige, steinige Oberflächen, was ihnen den volkstümlichen Namen gab. Sie gelten als pflegeleichte und langlebige Bodendecker, wodurch sie eine ideale Wahl für Steingärten und alpine Bepflanzungen sind. Ihre robuste Wuchsform, verlockende Blüten und die Fähigkeit, sich in mageren, felsigen Böden zu entwickeln, machen sie zu einer hervorragenden Ergänzung in verschiedenen Gartenlandschaften.

Wuchs

Der Wuchs des Steintäschels ist typischerweise kompakt und bodennah. Diese Pflanzen entwickeln oft Polster oder dichte Matten, die effektiv unerwünschte Unkräuter unterdrücken können. Die Wuchsweise variiert je nach Art, dabei erreichen sie mehrheitlich Höhen von 10 bis 20 Zentimetern.

Aussäen und Einpflanzen

Die Aussaat kann direkt ins Freiland oder in Aussaatschalen erfolgen. Am besten ist eine Aussaat im Frühjahr oder Herbst. Bei der Aussaat sollte der Samen gleichmäßig verteilt und nur leicht mit Erde bedeckt werden, da es sich um Lichtkeimer handelt. Die Keimung erfolgt abhängig von der Art innerhalb einiger Wochen. Das Einpflanzen junger Pflänzchen im Garten sollte an einem Standort mit ausreichender Sonneneinstrahlung und gut drainiertem Boden erfolgen.

Blätter

Die Blätter sind meist rosettenartig angeordnet. Sie variieren in der Form, sind jedoch häufig länglich bis rund, wobei einige Arten auch eine leichte Behaarung aufweisen können. Die Blätter behalten zumeist eine grüne Färbung über das ganze Jahr.

Blütezeit

Die Blütezeit fällt gewöhnlich in das späte Frühjahr bis Frühsommer. Die einzelnen Blüten sind klein, doch dank der zahlreichen Blütenstände bieten sie einen attraktiven Anblick. Die Blütenfarben reichen von weiß über rosa bis hin zu violett.

Standort

Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist ideal für den Steintäschel. Die Pflanzen bevorzugen offene Flächen mit guter Luftzirkulation, was beispielsweise am Rand von Wegen oder in Steingärten oft gegeben ist.

Bodendecker

Als Bodendecker eignet sich der Steintäschel hervorragend, da er flache Teppiche bildet, die den Boden bedecken und Erosion verhindern. Außerdem unterdrückt er durch seine dichte Wuchsform Unkrautwachstum.

Wurzelsystem

Der Steintäschel entwickelt ein tiefreichendes Wurzelsystem, das Wasser und Nährstoffe auch aus tieferen Bodenschichten aufnehmen kann. Dies macht die Pflanze trockenheitstolerant und stabilisiert sie auf felsigem Untergrund.

Boden & PH-Wert

Die Pflanze bevorzugt durchlässige, gerne kalkhaltige Böden und verträgt einen breiten PH-Wert-Bereich. Von leicht sauren bis hin zu stark alkalischen Bedingungen kann der Steintäschel angepasst sein.

Wasserbedarf

Der Wasserbedarf ist mäßig bis gering. Er verträgt Trockenheit gut, weshalb nach der Etablierung nur bei länger anhaltender Trockenheit bewässert werden muss.

Beschneiden

Ein Rückschnitt ist in der Regel nicht notwendig. Verblühte Blütenteile können nach der Blütezeit abgetragen werden, um ein gepflegtes Erscheinungsbild zu erhalten und eine Selbstausaat zu verhindern.

Umtopfen

Bei Topfkulturen kann ein Umtopfen notwendig werden, wenn die Pflanze zu groß für den vorhandenen Topf geworden ist. Am besten ist das Umtopfen im Frühjahr, vor Beginn der Wachstumsperiode.

Frosthärte

Steintäschel sind in der Regel frosthart und überstehen auch kalte Winter gut. Sie sind hartnäckige Überleber und oft einige der ersten Grünflächen, die im Frühling blühen.

Krankheiten & Schädlinge

Der Steintäschel ist relativ resistent gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Gelegentliche Probleme können durch Schnecken oder Pilzkrankheiten wie Mehltau entstehen, insbesondere in feuchten Bedingungen.

Verwendung

Die Pflanze wird häufig in Steingärten, auf Trockenmauern, in Alpinen Gärten oder als Einfassungspflanze verwendet. Sie ist auch für Begrünung über Pflastersteinen und Fugen geeignet.

Synonyme

Es gibt verschiedene wissenschaftliche Synonyme für den Steintäschel, wie z.B. Thlaspi, allerdings können diese je nach Art und Untergattung variieren.

Giftigkeit

Die meisten Arten der Steintäschel sind nicht giftig und daher unproblematisch in Gärten mit Haustieren oder Kindern.

Pflege

Die Pflege des Steintäschels ist einfach, sobald die Pflanze etabliert ist. Sie benötigt wenig Wasser und praktisch kein Düngen. Zu beachten ist lediglich, dass die Bodenverhältnisse geeignet sind und Staunässe vermieden wird.

Liste Begleitpflanzen

Begleitpflanzen für den Steintäschel können andere Steingartenpflanzen wie Sedum-Arten, verschiedene Thymiane, kleine Gräser oder andere alpine Pflanzen sein.

Pflanzenfamilie

Der Steintäschel gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae), die eine breite Palette von Arten umfasst, von Gemüsepflanzen wie Kohl und Rettich bis hin zu vielen anderen in Gärten und in der Wildnis wachsenden Arten.

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Letzte Aktualisierung am 24.07.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API