Die Zaun-Wicke (Vicia sepium), auch Hecken-Wicke genannt, ist eine kletternde Pflanzenart, die in der natürlichen Flora Europas weit verbreitet ist. Als Teil der Familie der Fabaceae (Hülsenfrüchtler) trägt sie nicht nur zur optischen Bereicherung von Gärten und Landschaften bei, sondern spielt auch eine Rolle in der Stickstoffanreicherung des Bodens, was sie zu einem wertvollen Bestandteil im ökologischen Gartenbau macht.

Wuchs

Die Zaun-Wicke zeichnet sich durch ihren rankenden Wuchs aus. Sie besitzt lange, windende Stängel, die sich mit Hilfe ihrer verzweigten Ranken an vorhandenen Strukturen, wie Zäunen oder Hecken, emporschlingen können. Die Pflanze erreicht dabei oftmals Wuchshöhen von bis zu 120 Zentimetern.

Pflanzung

Der optimale Zeitpunkt für das Pflanzen von Zaun-Wicken im Frühjahr liegt nach dem letzten Frost, wenn die Bodentemperaturen anfangen, konstant über etwa 10°C zu liegen. In den meisten gemäßigten Klimazonen fällt dieser Zeitraum etwa auf den Monat April, kann sich aber je nach lokalen Witterungsbedingungen bis in den Mai verschieben. Zu diesem Zeitpunkt ist der Boden ausreichend erwärmt, um ein schnelles Wurzelwachstum zu ermöglichen, und das Risiko für die jungen, empfindlichen Pflanzen, durch Spätfröste Schaden zu nehmen, ist minimiert. Es ist ebenso wichtig sicherzustellen, dass der Pflanzort gut vorbereitet ist, wobei ein durchlässiger, nährstoffreicher Boden und ausreichend Sonnenlicht entscheidend sind für das Gedeihen des Gewächses. Die Aussaat der Samen erfolgt direkt in den gut aufgelockerten Boden, wobei die Saat nicht zu tief erfolgen sollte, damit die zarten Keimlinge genug Kraft haben, an die Oberfläche zu kommen.

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Vermehrungsmöglichkeiten

Die Vermehrung erfolgt meist über die Aussaat von Samen direkt ins Freiland oder über die Voranzucht im Haus. Dabei sollten die harten Samenkörner vor der Aussaat angeritzt oder über Nacht in Wasser eingeweicht werden, um die Keimung zu beschleunigen. Es ist auch möglich, die Pflanze durch Wurzelteilung zu vermehren.

Blätter

Die Blattform ist typisch für die Fabaceae-Familie. Sie sind gefiedert mit mehreren kleinen Blättchen, die paarweise angeordnet sind. Die Blätter weisen eine tiefgrüne Farbe auf und können einen leicht behaarten Eindruck machen. Im Herbst nehmen sie häufig eine gelbliche Färbung an, bevor sie abfallen.

Blütezeit

Die Blütezeit der Zaun-Wicke erstreckt sich von Mai bis Juli. In dieser Periode präsentiert sie ihre dekorativen und duftenden Blüten, die in der Regel eine rosa bis violette Färbung haben und in traubigen Blütenständen angeordnet sind.

Standort

Diese Kletterpflanze bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Sie ist flexibel hinsichtlich ihres Standorts und kann sowohl an lichten Waldrändern als auch in ländlichen oder städtischen Gärten gedeihen.

Bodendecker

Aufgrund ihrer robusten Natur und der Fähigkeit, sich horizontal sowie vertikal auszubreiten, kann die Zaun-Wicke als Bodendecker verwendet werden, insbesondere an Hängen oder in Kombination mit anderen Stauden und Gräsern, wo sie helfen kann, Bodenerosion zu vermindern.

Wurzelsystem

Das Wurzelsystem ist ausläuferbildend und tiefgehend, was es der Pflanze ermöglicht, Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten zu erschließen. Zusammen mit der Fähigkeit zur Stickstofffixierung trägt sie so zur Bodenverbesserung bei.

Boden & pH-Wert

Gedeiht in einer breiten Palette von Bodentypen, hat aber eine Vorliebe für kalkhaltige, gut durchlässige Böden. Der pH-Wert sollte tendenziell neutral bis leicht alkalisch sein. Staunässe wird nicht gut vertragen, daher ist eine gute Drainage wichtig.

Wasserbedarf

Die Pflanze ist relativ trockenheitstolerant, bevorzugt jedoch eine gleichmäßige Wasserversorgung. Frisch gepflanzte Exemplare müssen regelmäßig gegossen werden, bis sie etabliert sind. Danach benötigen sie in der Regel nur bei längeren Trockenperioden zusätzliches Wasser.

Beschneiden

Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann jedoch das Wachstum fördern und der Pflanze ein gepflegtes Erscheinungsbild verleihen. Es empfiehlt sich, im Frühjahr vor dem Neuaustrieb welke oder beschädigte Triebe zu entfernen.

Umtopfen

Topfkulturen sollten alle paar Jahre im Frühjahr umgetopft werden, um ein ausgewogenes Nährstoffangebot sicherzustellen und das Wurzelwachstum zu fördern.

Frosthärte

Die Zaun-Wicke ist generell frosthart und kann in gemäßigten Klimazonen überwintern. Junge Pflanzen und frisch gesetzte Exemplare sollten jedoch in ihrem ersten Jahr vor strengem Frost geschützt werden.

Krankheiten & Schädlinge

Krankheiten und Schädlinge treten selten auf, aber in feuchten Jahren sind Pilzkrankheiten wie Mehltau möglich. Schnecken können junge Triebe beschädigen.

Synonyme

Wissenschaftliche Synonyme beinhalten Vicia sepium L. und in der Volksmund kann sie auch als Knöterichblättrige Wicke bezeichnet werden.

Giftig

Wie viele andere Pflanzen aus der Familie der Fabaceae, enthält auch diese Wicke-Art potenziell giftige Substanzen, insbesondere in den Samen. Ihr Verzehr wird deshalb nicht empfohlen.

Pflege

Die Pflege ist unkompliziert; die Pflanze ist anspruchslos und braucht nur mäßiges Gießen, gelegentlichen Schnitt und das Entfernen von Unkraut in ihrer Nähe.

Liste Begleitpflanzen

Gut kombinierbar mit anderen Kletterpflanzen wie Clematis, niedrigeren Stauden wie Salbei oder Lavendel und Gräsern, die einen schönen Kontrast zur feinen Textur ihrer Blätter bieten.

Pflanzenfamilie

Die Zaun-Wicke gehört zur Familie der Fabaceae, welche für ihre Vielfalt und Bedeutung in Ökosystemen sowie in der Landwirtschaft bekannt ist.

Verwendungen der Pflanze in verschiedenen Umgebungen oder Branchen

In der Landwirtschaft wird sie zur Gründüngung und Bodenverbesserung eingesetzt, während sie in der Landschaftsgestaltung wegen ihrer dekorativen Blüten und der Fähigkeit, Zäune und ähnliche Strukturen zu begrünen, geschätzt wird. Ebenso wird sie in der Wildtierbiologie als Nahrungsquelle für Insekten und als Deckung für kleinere Tiere verwendet.

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Letzte Aktualisierung am 25.04.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API