Pisum sativum, besser bekannt als die Erbse, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie ist einjährig und wird schon seit Jahrtausenden kultiviert. Die Artenvielfalt umfasst zahlreiche Sorten, die sich in verschiedenen Merkmalen wie Größe, Farbe und Form der Schoten und Samen, aber auch in ihrem Wuchs (stehend oder kriechend) unterscheiden. Im Folgenden werde ich einige Varietäten dieser Pflanze beschreiben:

  1. Gartenerbsen (Pisum sativum subsp. sativum ‚Convar. sativum‘): Diese in Gärten kultivierten Sorten teilen sich in Zuckerschoten, bei denen die unreifen Schoten samt Samen gegessen werden, und Palerbsen (auch Schalerbsen), bei denen nur die reifen Samen Verwendung finden.
  • Zuckerschoten (auch Kaiserschoten oder Mangetout genannt) haben eine flache und zarte Hülse, die keine Pergamenthaut ausbildet.
  • Palerbsen entwickeln eine dickere Schote, wobei nur die ausgereiften Erbsen gegessen werden.
  1. Futtererbsen (Pisum sativum subsp. arvense): Sie werden hauptsächlich als Tierfutter verwendet und zeichnen sich durch eine robustere Konstitution aus. Die Körner werden ebenfalls verfüttert, manchmal auch als menschliche Nahrung verwendet, sind aber weniger zart als die Gartenerbse.
  1. Markerbsen (Pisum sativum ‚Convar. medullare‘): Diese Erbsenart besitzt runde, grüne Samen und wird für die Produktion von Tiefkühlerbsen verwendet. Sie sind süß und meist kleinkörnig.
  1. Riesenerbsen: Gekennzeichnet durch besonders große und fleischige Schoten mit großen Samen. Diese werden häufig in der Gastronomie für hochwertige Beilagen eingesetzt.

Die Erbse gedeiht vor allem in gemäßigten Klimazonen und bevorzugt volle Sonne bis Halbschatten sowie humose, gut drainierte Böden. Man findet sie sowohl in rein agrarisch genutzten Gebieten als auch in Hausgärten.

Als Nutzpflanze hat das Gewächs mehrere Verwendungen:

  • Als Nahrungsmittel sind Erbsen wegen ihrer Nährwerte geschätzt, besonders wegen des hohen Proteingehaltes, aber auch wegen ihrer Vitamine und Mineralstoffe.
  • In der Landwirtschaft werden Futtererbsen als Eiweißfutter und zur Bodenverbesserung angebaut, da Erbsen als Leguminosen in der Lage sind, Stickstoff aus der Luft zu binden. Dies bereichert den Boden und kommt folgenden Kulturpflanzen zugute.

Anbaumethoden:

Da jede Sorte von Pisum sativum ihre spezifischen Ansprüche hat, variieren die Anbaumethoden entsprechend den besonderen Bedürfnissen der jeweiligen Varietät:

  1. Gartenerbsen:
  • Aussaat: Die Samen werden im Frühjahr, sobald der Boden ausreichend erwärmt und nicht mehr gefroren ist, direkt ins Freiland gesät. Der optimale Aussaatzeitpunkt liegt zwischen März und April. Die Samen sollten in Reihen mit einem Abstand von ca. 3 cm und einer Tiefe von etwa 2 cm gesät werden.
  • Standort: Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit einem lockeren, nährstoffreichen und gut durchlässigen Boden. Die Pflanzen benötigen eine Kletterhilfe, da sie windend wachsen.
  • Pflege: Eine regelmäßige Wasserversorgung ist wichtig, besonders während der Blüte und Fruchtbildung. Vorsicht ist bei Staunässe geboten. Durch Mulchen kann die Feuchtigkeit im Boden gehalten werden.
  1. Futtererbsen:
  • Aussaat: Für den Anbau als Futter dienen die Erbsen oft im Gemisch mit Getreide als Beimischung, was das Lagern der Pflanzen verhindern soll. Die Aussaat erfolgt im März oder April, wobei größere Abstände zwischen den Saatreihen eingehalten werden als bei Gartenerbsen.
  • Standort: Ähnlich wie Gartenerbsen bevorzugen sie einen sonnigen Standort und gut drainierte Böden.
  • Pflege: Da Futtererbsen in Kombination mit Getreide angebaut werden, ist die Nutzung von Rankhilfen üblich nicht notwendig. Sie benötigen ausreichend Wasser und eine regelmäßige Unkrautkontrolle.
  1. Markerbsen:
  • Aussaat: Der Anbau erfolgt im Frühjahr, meistens in den Monaten März bis Mai. Die Markerbsen werden in Reihen gesät, wobei ein Abstand von 2-3 cm zwischen den Samen und 40-80 cm zwischen den Reihen einzuhalten ist.
  • Standort: Ein sonniger Standort mit fruchtbarem und tiefgründigem Boden ist ideal.
  • Pflege: Rankhilfen sind auch hier vonnöten, um das Wachstum der Pflanzen zu unterstützen. Auf eine ausreichende Bewässerung, vor allem in Trockenperioden, sollte geachtet werden. Achte zudem auf eine ausgewogene Nährstoffzufuhr.
  1. Riesenerbsen:
  • Aussaat: Diese werden ähnlich wie Markerbsen im Frühjahr ausgesät, benötigen aber mehr Platz aufgrund ihrer Größe.
  • Standort: Sie bevorzugen einen nährstoffreichen und gut durchlüfteten Boden in sonniger Lage.
  • Pflege: Wegen ihrer Größe brauchen Riesenerbsen eine robuste Kletterhilfe. Zudem ist eine regelmäßige Bewässerung essentiell, da ihre großen Hülsen mehr Wasser benötigen.

Die richtige Fruchtfolge und Pflanzenrotation sind wichtig, um Bodenmüdigkeit und Krankheiten zu vermeiden. Nach einer Saison des Anbaus von Erbsen sollte der Standort gewechselt und nicht sofort mit einer anderen Leguminosenart bepflanzt werden. Da Erbsen Stickstoffsammler sind, ist eine Düngung mit Stickstoff häufig nicht notwendig; phosphor- und kaliumhaltige Dünger können jedoch das Wachstum unterstützen. Unkrautbekämpfung sollte möglichst mechanisch erfolgen, da die empfindlichen Wurzeln der Erbse leicht durch Herbizide geschädigt werden können.

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